Wir, die Rüstungsindustrie, verbitten uns die Frage der Steuerzahler, wohin das führen soll! - QR Code Friendly

HAZ,6.2.20: Rheinmetall will stärker auf Rüstungs – und auf Sicherheitstechnik setzen. Der Umsatzanteil des Geschäfts mit Panzern, Militärlastwagen, Munition und Sicherheitstechnologie für Militär und Polizei soll von 63 auf rund 70 Prozent im Jahre 2025 steigen, teilte der Konzern mit. Insgesamt rechnet Rheinmetall mit einem starken Wachstum: das Unternehmen will den Umsatz von 5,8 Milliarden Euro im Jahre 2020 auf 8,5 Milliarden Euro im Jahr 2025 steigern.

Kommentar des Leserbriefschreibers: Die Regierungen der Welt geben jährlich rund 200’000’000’000 (Billionen)Dollar für den Krieg aus. Eines der Kriegsergebnisse sind 20 Millionen Flüchtlinge und immer mehr zerstörte Wohnsitze der geflohenen Menschen.

Der Tag wird kommen, an dem kein Mensch mehr eine Heimat hat und sich ein Meer von Flüchtlingszelten bis zum Horizont erstreckt, unterbrochen von Trümmermeeren zerstörter Städte. Dann wird niemand mehr Geld für Kriege ausgeben, weil es nichts mehr gibt, was man noch zerstören kann, und weil niemand mehr Geld für den Krieg hat. Dann werden Sie, meine Herren von der Rüstungsindustrie, nichts mehr verdienen können und zu spät erkennen, dass es besser gewesen wäre, beizeiten damit zu beginnen, Güter für den Erhalt der menschlichen Zivilisation statt für ihre Zerstörung zu produzieren. Dann können Sie Ihre Arbeitsplätze dicht machen und unter der Last ihrer Schuld zusammenbrechen.

Protest der Rüstungsindustrie:

Wir sind unschuldig. Die Schuld trägt allein die Politik. Wenn alle Regierungen der Welt sich darin einig sind, Tag für Tag ihr Versprechen an ihre Völker zu brechen, welches sie 1945 in der Präambel der UN – Charta niedergelegt haben, nämlich künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren, dann werden wir selbstverständlich in Anbetracht der verlockenden Aussichten auf Profit das Kriegsmaterial produzieren, welches die Regierungen für den Bruch ihres Versprechens an ihre Bürger von uns fordern. Was die danach damit machen, geht uns nichts an. Fragen Sie daher bitte nicht die Rüstungsindustrie, wohin das führen soll! Wir waschen unsere Hände in Unschuld! Sie können ja jede Regierung abwählen, die für ihren Geschmack zu viele Kriege führt. Das ist nicht unsere Sache!

Otfried Schrot


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