Die Mächtigen der Welt und ihr Unvermögen, ihre Zungen im Zaum zu halten - QR Code Friendly

Joe Biden, frischgebackener Präsident des mit Atomwaffen ausgerüsteten 375 – Millionen – Volkes der Vereinigten Staaten, hat Wladimir Putin, Staatsoberhaupt des ebenfalls mit Atomwaffen ausgerüsteten 150 – Millionen – Volkes der Russen als „Killer“ beschimpft und Präsident Xi Jinping, Staatsoberhaupt des 1,44 – Milliarden – Volkes der ebenfalls mit Atomwaffen ausgerüsteten Chinesen als „Verbrecher, der keinen demokratischen Knochen im Leibe hat“. Hat dieser Mann in seinen 36 Dienstjahren als Senator der Vereinigten Staaten keine international üblichen Umgangsformen erlernt? Wie will er auf internationalen Konferenzen Erfolg haben, wenn er sich bei der Hälfte der Konferenzteilnehmer erst für seine „Ausrutscher“ entschuldigen muss? NATO – Europäer, passt auf, dass dieser „Oberbefehlshaber“ euren Armeen mit seiner natürlichen Begabung, andere zu brüskieren, nicht noch ein paar weitere Kriegseinsätze beschert, bevor ihr mit Afghanistan fertig seid! Lasst euch „am Gängelband der NATO“ von den USA nicht noch in weitere überflüssige Kriege hineinziehen!

Der nächste, der „angezählt“ werden muss, ist Mario Draghi, ehemaliger Präsident der Europäischen Zentralbank und nunmehr italienischer Regierungschef, der kürzlich den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan als „Diktator“ beschimpfte, weil dieser der zusammen mit dem EU - Ratspräsidenten Charles Michel angereisten EU – Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen anlässlich des Empfanges der beiden Politiker einen nach Draghis Ansicht unpassenden Sitzplatz angeboten hatte. Was hatte dieser Sitzplatz der Ursula von der Leyen mit der Frage zu tun, ob die Türkei eine Diktatur ist oder nicht? Was nützt ein solcher unbedachter Ausspruch den Beziehungen zwischen der Türkei und Italien?

Immerhin hat auf dem Sofa, welches Erdogan Frau von der Leyen als Sitzplatz angeboten hat, kein Nagelbrett gelegen.

Die aufgeführten Beispiele zeigen, welche Fähigkeiten Staatsoberhäupter und Regierungschefs unbedingt benötigen, um eine nicht immer wieder zu Kriegen führende Politik zu machen:

Kontrolle der Gedanken, Kontrolle der Worte, Kontrolle der Gesten, Kontrolle der Taten. 

Aus Worten entstehen Spannungen, aus Spannungen Konflikte, aus Konflikten Drohungen und aus Drohungen Kriege.

Was der Menschheit fehlt, ist eine Internationale politische Führungsakademie, auf der künftige Regierungschefs aller Nationen gemeinsam lernen, wie man gute Politik macht bei gleichzeitiger erfolgreicher Vermeidung von Kriegen. Gute Politik kommt ohne Tote aus. Voraussetzung dafür sind aber auch verbindliche gewaltlose internationale Konfliktlösungsverfahren, die zwischen den Staaten unter Anleitung von Mediatoren Anwendung finden, so dass sie als Ersatz für kostspielige Kriege dienen können - und

internationale Verträge, die nicht nur von den Unterzeichnern, sondern auch von ihren Nachfolgern eingehalten werden!

Otfried Schrot

Autor des Buches „Zwanzig Appelle eines Zornigen an die Welt oder der Ersatz für den Krieg“, ISBN 978-3-99038-326-1,Novum publishing gmbh 2014


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