Generalsekretär Stoltenbergs Traum von der ewigen Existenz der NATO - QR Code Friendly

Die Staats – und Regierungschefs der 30 NATO – Staaten werden sich am 14. Juni bei einem Gipfeltreffen mit Russland und China beschäftigen. Generalsekretär Stoltenberg hat am 22. April die folgende Tagesordnung bekanntgegeben:

1.Reforminitiative NATO 2030 2.Klimawandel 3. Terrorismus 4.Cyberangriffe

Kommentar: Die NATO wurde einmal gegründet, um dem von Moskau aus gesteuerten Streben nach der Weltrevolution des Kommunismus entgegenzutreten. Diese Gefahr ist nach dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes vor langer Zeit erloschen. Russland lag „wirtschaftlich erledigt“ am Boden. Die NATO hätte auch aufgelöst werden können. Ein neues Zeitalter friedlichen und vertrauensvollen Zusammenlebens von Ost und West hätte beginnen können. Statt die mündlichen Zusagen mehrerer westlicher Politiker an Gorbatschow, dass die NATO auf eine Osterweiterung verzichten würde, mit einem schriftlichen Freundschaftsvertrag zu besiegeln, hat ein offensichtlich an die Bedürfnisse der amerikanischen Rüstungsindustrie nach internationalen Spannungen als Voraussetzung für gute Geschäfte denkender US – Präsident die NATO – Osterweiterung betrieben, als deren Langzeitfolge die Ukraine – Krise uns Westeuropäern heute Kopfzerbrechen bereitet.

Empfehlung an NATO – Generalsekretär Stoltenberg: Erörtern Sie auf Ihrer NATO – Konferenz keine Kriegsvorbereitungen gegen Russland und China, sondern zwei Verträge über Freundschaft und gute Zusammenarbeit mit den beiden Ländern ebenso wie über einen gemeinsamen Kampf gegen Cyber – Kriminalität und internationalen Terrorismus und räumen Sie damit den Verdacht aus, die beiden Länder seien daran beteiligt! Erarbeiten Sie einen Vorschlag der NATO an Russland und China, unter dem Dach der UNO und unter Vorsitz des UN – Generalsekretärs einen internationalen Vertrag über die Schaffung eines globalen Netzes vertrauensbildender Maßnahmen zwischen allen Regierungen auszuarbeiten als Voraussetzung für die internationale Senkung der Rüstungsausgaben und die Zuführung der freiwerdenden Geldmittel zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Und vor allem – spannen Sie die nach Aufträgen lechzende Rüstungsindustrie in Maßnahmen des Klimaschutzes mit ein, nicht mit der Produktion von Drohnen und Atombomben, sondern von im weitesten Sinne „grünen Produkten“! Ergreifen Sie die Initiative zur Umwandlung der NATO von einem Kriegsbündnis in ein Bündnis zum Schutze der Umwelt und des Klimas und laden Sie Russland und China zum Beitritt ein! Die Welt wird nicht mit Abschreckung überleben, sondern nur mit Vertrauensbildung – nicht mit Leuten, die bestehende Gräben vertiefen, sondern mit Brückenbauern! Herr Stoltenberg, geben Sie zwei Empfehlung an den Präsidenten der USA weiter: 1.)Die USA mögen sich ein einziges Mal fragen was sie selber falsch gemacht haben, weil die Ereignisse des 11. September 2001 auf amerikanischen Boden stattgefunden haben 2.)die USA mögen es sich bitte abgewöhnen, sich ihren Weg mit Fäusten, Ellenbogen, Soldatenstiefeln ,Sanktionen, Erpressung und der rabiaten Befriedigung ihrer wirtschaftlicher Habgier (Nordstream 2) durch die Weltgeschichte zu bahnen, sondern damit beginnen, auf dem Parkett der internationalen Politik etwas bescheidener aufzutreten! Das alles zusammengenommen, Herr Stoltenberg, wäre „eine NATO – Reform zum Besseren“ mit einer ewigen Existenzberechtigung!

Otfried Schrot                                              Oberstleutnant a.D.

Autor des Buches „Zwanzig Appelle eines Zornigen an die Welt oder der Ersatz für den Krieg“, 2014 novum publishing gmbh, ISBN 978 – 3 – 99038 – 326 – 1


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