Die Dienstleister der Rüstungsindustrie bei der Arbeit - QR Code Friendly

Microsoft News,17.5.2021:Paris/Berlin (Reuters) - Deutschland, Frankreich und Spanien sind sich über die nächsten Schritte zur Entwicklung eines gemeinsamen europäischen Kampfflugzeugs einig.
Von den rund 3,5 Milliarden Euro, die die nächste Entwicklungsstufe des "Future Combat Air System (FCAS)"-Projekts kosten soll, bestreiten die drei Partner jeweils ein Drittel. Bisher war von 2,5 Milliarden Euro die Rede gewesen. Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly und ihre Kolleginnen aus Deutschland und Frankreich, Annegret Kramp-Karrenbauer und Margarita Robles, verkündeten am Montag die Einigung über das größte europäische Rüstungsprojekt. Der neue europäische Kampfjet soll von 2040 an nach und nach die französische Rafale sowie die spanischen und deutschen Eurofighter ablösen. Das insgesamt 100 Milliarden Euro schwere Projekt sei "für Frankreich, Deutschland und Spanien eines der wichtigsten Werkzeuge für ihre Souveränität und die Europas im 21. Jahrhundert", twitterte Parly. Daran beteiligt sind die Rüstungskonzerne Dassault für Frankreich, Airbus für Deutschland und Indra für Spanien.

Kommentar: Meine Damen, hören Sie auf, hören Sie auf, hören Sie auf! Niemand will 2040 für 100 Milliarden Euro einen Luftkrieg führen. Reicht Ihnen nicht, was wir gerade im Nahen Osten sehen? Schauen Sie sich die „plattgemachten“ Schlachtfelder in Syrien und Afghanistan an! Haben Sie schon einmal Ihre hübschen Nasen in die „Charta der Vereinten Nationen“ gesteckt? Dort steht seit 1945 der Satz(gekürzt):
„Wir, die Völker der Vereinten Nationen, fest entschlossen, künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren, wollen zu diesem Zweck zusammenarbeiten!“

Ist Ihr Vorhaben ein Beitrag zur Bewahrung künftiger Generationen vor der Geißel des Krieges? Ihre Dienste, meine Damen, kommen nur einer Gruppe von Nutznießern zugute: den Aktionären der Rüstungsindustrie. Die europäischen Steuerzahler, deren Zustimmung Sie nicht erbitten, müssen die „Zeche bezahlen“! Wir müssen keine Kriege führen, wenn die Staaten der UNO fähige Außenminister einsetzen, die es verstehen, ohne Drohungen und Erpressungen miteinander zu kommunizieren. Fordern Sie Ihre Regierungen auf, die für Ihre Luxus-Kampfjets vorgesehenen 100 Milliarden EURO umzusteuern zur Errichtung fester Unterkünfte für weltweit 80 Millionen Flüchtlinge, die ihr Zuhause verloren haben! Wie wäre es denn, meine Damen, wenn Sie sich einmal Gedanken machen würden über die Entwicklung eines Verfahrens zur gewaltfreien Lösung internationaler Konflikte? Bitte fangen Sie endlich damit an, das 1945 von Ihren Vorgängern gegebene Versprechen umzusetzen, künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren! Das geht nicht mit der Vergrößerung des Instrumentariums für Mord und Totschlag auf den Schlachtfeldern zu Lande, zu Wasser und in der Luft!

Otfried Schrot

Oberstleutnant a.D.

Autor des Buches „Zwanzig Appelle eines Zornigen an die Welt oder der Ersatz für den Krieg“

204 novum publishing gmbh, ISBN 978 – 3 – 99038 – 326 – 1

https://weltdemokratie.de/033d3a9c4709ef813/033d3a9c490e94407/otfried-schrot.html


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