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Die Bundeswehr hat jahrelang das Feldlager in Kundus gehalten. Jetzt haben die Taliban die Stadt eingenommen. Es sieht danach aus, dass in Afghanistan die Zustände wieder einkehren, die dort vor dem 11. September 2001 geherrscht haben.

Der NATO – Krieg in Afghanistan hat über eine halbe Million Tote gekostet: Die Kosten des Krieges bedürften mehrere Billionen betragen – egal ob Dollar oder EURO. Die Kriegsparteien winden sich bei der Offenlegung der Zahlen.

Wollen wir uns in Anbetracht der immer höher werdenden Kosten für die Behebung der Schäden der in immer geringeren Abständen auftretenden Naturkatastrophen nicht endlich zu der Auseinandersetzung mit der Frage bequemen, ob wir die „Methode Krieg“ zur Lösung internationaler Konflikte nicht durch ein kostengünstigeres Verfahren ersetzen können?

Das 1500 Jahre alte Schachspiel ist ein „Krieg ohne Gewalt“! Nichts wird zerstört. Niemand wird getötet. Es geht also doch ! Wir haben laut Internet 7815 „Denkfabriken“ auf der Welt, davon 1872 in den USA. Wie wäre es denn, wenn der Generalsekretär der Vereinten Nationen im Auftrage der UN – Generalversammlung eine – oder mehrere dieser Denkfabriken – mit dem folgenden Auftrag versorgen würde: „Konstruieren Sie ein gewaltfreies Verfahren zur Lösung internationaler Konflikte, in welchem alle Konfliktparteien die gleiche Chance der Einflussnahme auf die Lösung haben!“

Das dafür von der UNO an die Denkfabriken zu zahlende Honorar dürfte sicher unter der Höhe der Kosten für den Afghanistan Krieg liegen!

Otfried Schrot

Oberstleutnant a.D.

Autor des Buches „Zwanzig Appelle eines Zornigen an die Welt oder der Ersatz für den Krieg“

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Otfried Schrot

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Kommentare  

# Alles umsonst!Alois Sepp 2021-08-09 09:36
So wie es aussieht und den Pressestimmen nach folgend, waren die kompletten Einsätze in Afghanistan für die Katz. Selbst wenn man den gesamten Truppenabzug erst in 5 Jahren getätigt hätte, wäre es meines Erachtens auch für die Katz gewesen. Unser Steuergeld, wie auch der Einsatz der Bundeswehr bis hin zu den tödlichen Opfern, wäre in Sachen internem Landes-Schutz besser angelegt worden!

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