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Eine Menschheit, die fest entschlossen ist, niemals dazu zu lernen, wird mit immer wirkungsvolleren Waffen immer längere Kriege führen, bis der Planet endlich „im Eimer“ ist! Otfried Schrot

Ein Beispiel für die Welt sind die USA nicht. Wie es scheint, haben sie seit der Ausrottung der Indianer den Krieg in den Genen. Sowohl in ihrem Bürgerkrieg von 1861 – 1865 als auch in der inneren Dauerauseinandersetzung zwischen Schwarzen und Weißen, zu der jetzt noch die Verschärfung des Konfliktes zwischen Republikanern und Demokraten hinzukommt, sind sie Meister der Selbstzerfleischung.

Europa ist nicht besser. Die europäischen Waffenfabriken sind mit dem Segen ihrer Regierungen dabei, die Waffen für die Kriege der nächsten 50 Jahre zu entwickeln und zu produzieren. Dass diese Entwicklung möglicherweise nicht mit den großartigen Zukunftsplänen der Welt für das globale Klima zusammenpassen könnte, fällt niemandem auf. Ein halbes Dutzend detonierende Atombomben würden die Erdatmosphäre „ungenießbar und unbenutzbar“ machen!

Europa ist durch den Nordatlantikvertrag mit den USA verbunden. Er war gedacht als Verteidigungsbündnis gegen die nach der kommunistischen Weltherrschaft strebende Sowjetunion. Die europäische Politik ist nicht darauf gekommen, dass die USA den Vertrag eines Tages auch für ganz anderen Zwecke verwenden könnten.

Osama bin Laden und der Afghanistan – Krieg waren die Folge einer gescheiterten amerikanischen Nahostpolitik. In den amerikanischen Kriegsgefangenenlagern im Irak wurde der Terror geboren, zu dessen Bekämpfung die USA ihre Verbündeten dann aufgerufen haben.

Das kann sich wiederholen. Präsident Joe Biden geht sehr „hemdsärmelig“ mit dem Weltfrieden um. Die öffentlichen Beschimpfungen von Putin als „Killer“ und von Xi Jinping als „Mann ohne demokratische Knochen im Leibe“ dienen nicht gerade der Stabilisierung friedlicher internationaler Beziehungen.

Wie wird die deutsche Politik reagieren, wenn sich die USA wieder einmal einen „Betriebsunfall“ leisten und danach die Bundeswehr zur Teilnahme an einem Zweifrontenkrieg gegen Russland und China auffordern, weil sie wieder einmal „in der Klemme sitzen“, aus der sie allein nicht herauskommen – wie in Afghanistan ?

Die Sorge des Verfassers dieser Zeilen ist die, dass die USA eines Tages mit ihrer kriegerischen Weltpolitik ihre europäischen NATO – Partner mit sich in einen Abgrund reißen könnten.

Otfried Schrot

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