Kriegführung mit Kampfdrohnen oder wie weit wir vom rechten Wege abgekommen sind - QR Code Friendly

Nach dem Entsetzen des Zweiten Weltkrieges hat die Menschheit sich 1945 in die Präambel der Charta der Vereinten Nationen die folgende immer noch gültige und völkerrechtlich verbindliche Verpflichtung geschrieben: „Wir, die Völker der Vereinten Nationen, fest entschlossen, künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren, wollen zu diesem Zweck zusammenarbeiten!“

Dieses Versprechen wird Tag für Tag von allen Mächtigen der Welt unter der „Dauerbeschallung“ durch die Rüstungsindustrie mit saftigen „Parteispenden“ gebrochen – so, als ob niemand jemals von der wichtigsten völkerrechtlichen Verpflichtung nach dem Zweiten Weltkrieg gehört hätte. Devise: „Wenn es in meiner Parteikasse klingelt, interessieren mich weder Verantwortungsbewusstsein noch Vertragstreue noch Moral!“

Die zynischen Gleichgültigkeit, mit welcher der dauerhaften Verletzung der UN – Charta durch alle UN – Mitglieder, angeführt vom obersten Bösewicht, den USA mit dem größten Waffenexport der Welt, die Krone aufgesetzt wird, ist die folgende Beschreibung der Praxis des Krieges mit Kampfdrohnen(Zitat aus den Medien):

USA räumen Tötung unschuldiger Zivilisten bei Drohnenangriff in Afghanistan ein.

Zehn Zivilisten kamen Ende August bei einem Drohnenangriff in Kabul ums Leben, darunter Kinder. Der Pentagon-Chef spricht von einem „furchtbaren Fehler “.

Die US-Streitkräfte haben eingeräumt, bei einem Drohnenangriff in der afghanischen Hauptstadt Kabul Ende August zehn unschuldige Zivilisten getötet zu haben, unter ihnen sieben Kinder. Der Drohnenangriff wenige Tage nach einem blutigen Anschlag am Flughafen von Kabul sei ein "tragischer Fehler" gewesen, sagte der Chef des Zentralkommandos der US-Streitkräfte, General Kenneth McKenzie, am Freitag.

"Wir stufen es jetzt als unwahrscheinlich ein, dass das Fahrzeug und die Getöteten Verbindungen zu ISIS-K hatten oder eine direkte Bedrohung für US-Truppen darstellten", sagte McKenzie. Als ISIS-K oder IS-K wird der afghanische Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bezeichnet.

Die US-Streitkräfte hätten am 29. August in der festen Überzeugung gehandelt, dass das Fahrzeug eine Gefahr für US-Soldaten und auf eine Ausreise wartende Menschen am Kabuler Flughafen dargestellt habe, sagte McKenzie. Eine Armee-Untersuchung habe nun aber festgestellt, dass dies ein Fehler gewesen sei. Der General sprach den Angehörigen und Freunden der Opfer sein "tiefes Beileid" aus und entschuldigte sich.“(Ende des Zitats)

Kommentar: Solange die Bundeswehr nicht mit Kampfdrohnen ausgestattet ist, kann es keinem deutschen Soldaten passieren, dass er „aus Versehen“ „unschuldige Zivilisten“ tötet, darunter kleine Kinder, die er für „böse Terroristen“ gehalten hat!

Wenn er Pech hat, kann er die nachträgliche Erkenntnis, schuldlose Menschen getötet zu haben, nicht verarbeiten, erleidet eine sogenannte „posttraumatische Belastungsstörung“ und landet, verloren für seine Familie, in einer Nervenheilanstalt. Es ist eine Verniedlichung, die Kampfdrohne als „Schutz“ für die eigenen Soldaten zu bezeichnen und die Waffe damit auf eine Stufe mit einem Regenschirm zu stellen. Sobald die „bösen Terroristen“ die Stellung erkundet haben, aus welcher sie mit einer Kampfdrohne beschossen worden sind, dürften „eiserne Grüße“ zurückkommen! Fazit: Die Kampfdrohne nützt nur den profitorientierten Aktionären der Kriegsindustrie, welche die Waffe produziert hat!
Otfried Schrot



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