Die Sicherheitsphilosophie der Abschreckung und die immer fragwürdiger werdende Lebensqualität der Menschheit - QR Code Friendly

China hat Attrappen von US-Kriegsschiffen in der nordwestlichen Wüste des Landes nachgebaut. Satellitenaufnahmen aus dem Oktober zeigen Nachbauten von einem Flugzeugträger und einem Zerstörer. Die chinesische Volksbefreiungsarmee trainiert damit wahrscheinlich Raketenangriffe auf US-Ziele.

Wir Menschlein haben alle nur eine relativ kurze Zeit zu leben. Die möchten wir in Zufriedenheit und Sorglosigkeit in relativer Gesundheit auf unserer Welt verbringen.

Dazu gehört natürlich auch die Sicherheit. Unsere Politiker haben jedoch in ihrem Streben nach Sicherheit eine Welt der Angst geschaffen. Die Staaten der Welt bedrohen einander mit immer wirkungsvolleren Waffen und mit immer wirkungsvolleren Methoden.  Einer hat Angst vor dem anderen. Daraus hat sich die Philosophie der Abschreckung ergeben. Wenn die scheitert, wird ein Vernichtungskrieg die Folge sein, der den Lebensraum von Menschen ,Tier und Pflanzen unbewohnbar macht und – mehr noch – alles Leben auslöscht. Dann wird niemand mehr nach dem Klima fragen.

Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, parallel zur Rettung des Klimas die Philosophie der Abschreckung durch eine Philosophie der internationalen Vertrauensbildung zu ersetzen, verbunden mit der Schaffung eines völkerrechtlich verbindlichen Verfahrens zur gewaltlosen Lösung von Konflikten. Wir sollten schleunigst damit beginnen, in vertrauensvoller internationaler Zusammenarbeit die Bewohnbarkeit des Planeten Erde zu erhalten, statt wie in einer Schlangengrube auf einen günstigen Moment zu warten, in dem wir unserem Nächsten die Kehle durchbeißen können.

Konsequenter Weise muss damit die Einstellung der uferlosen Waffenproduktion und von ins Grenzenlose wachsenden Waffenexporten einhergehen. Sonst kann es uns passieren, dass nach einer erfolgreichen Umsetzung des Klimavertrages ein gigantischer Atomblitz alles Leben auf unserer schönen Erde auslöscht.

Das haben die Teilnehmer der Klimakonferenz in Glasgow offensichtlich vergessen.

Möge vor allem die Nation, die glaubt, alle Probleme mit Waffen und Kriegen lösen zu können, die USA, deren Außenpolitik von Jahr zu Jahr skrupelloser wird, die moralische Energie aufbringen, mit einer Kehrtwende von 180 Grad dem Rest der Menschheit mit gutem Beispiel voran zu gehen! Möge aus der nächsten Präsidentenwahl in den USA eine Persönlichkeit hervorgehen, die „zur Abwechslung“ mit dem Begriff „Moral“ etwas anfangen kann – und die keine Scheu vor einer intensiven und friedlichen Zusammenarbeit mit China und Russland hat!

Otfried Schrot

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