Spannungen in der Ukraine - Der Fluch der NATO - Osterweiterung - QR Code Friendly

Kiew, 25. Nov (Reuters) - Die Ukraine warnt Russland im Falle eines Angriffes auf ihr Territorium vor erheblichen politischen und wirtschaftlichen Verlusten sowie an Menschenleben. Außenminister Dmytro Kuleba sagte am Donnerstag in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache, die ukrainische Regierung versuche nicht zu erraten, was im Kopf des russischen Präsidenten Wladimir Putin vor sich gehe. "Wir arbeiten daran, ihm das begreiflich zu machen: ein neuer Angriff auf die Ukraine wird zu kostspielig sein, daher ist es besser, ihn zu unterlassen." Die ukrainische Regierung bemühe sich, Russland von weiteren Aggressionen abzuhalten. Russland hat an seiner Grenze zur Ukraine Truppen zusammengezogen. Nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes vom Wochenende sind es mehr als 92.000 Soldaten, Russland bereite sich auf einen Angriff bis Ende Januar oder Anfang Februar vor. Auch die Regierung in Kiew, die USA und die Nato haben ihre Besorgnis geäußert, dass es möglicherweise einen russischen Angriff geben könnte. Die Regierung in Moskau bestreitet, dass sie solche Pläne hegt. Die USA haben der Ukraine bereits Rüstungsgüter geliefert, was in Moskau auf Kritik stößt.

Kommentar :nun kommt das „dicke Ende“ der NATO – Osterweiterung, vor der der amerikanische Präsident Bill Clinton von namhaften westlichen Politikern gewarnt wurde und die die USA trotz gegenteiliger Zusagen des Westens an Moskau eingeleitet haben – und das, obwohl Russland nach seinem wirtschaftlichen Zusammenbruch 1991 und nach der Auflösung des Warschauer Paktes wehrlos am Boden lag und für den Westen keine Gefahr mehr war. Die Entscheidung des Präsidenten der USA war ein Fehlentscheidung für die ganze Welt!

Wo liegt also „der Hund begraben“?

Die amerikanische Rüstungsindustrie hat 6 Millionen Beschäftigte. Es wäre eine Katastrophe für die USA, wenn plötzlich der Weltfrieden ausbräche. Also schafft man einen langfristigen Konfliktherd in Europa, an dessen Belieferung die amerikanische Kriegsindustrie verdienen kann. Ein Krieg, der nicht auf amerikanischem Territorium stattfindet, der amerikanischen Rüstungsindustrie aber trotzdem hohe Profite ermöglicht, ist die ideale Lösung. An diesem Punkte sind wir nunmehr in der Ukraine angelangt, die gern Mitglied der NATO werden möchte, vor Wladimir Putins Haustür. Wie die USA reagieren würden, wenn die Russen umgekehrt vor der „amerikanischen Haustür“ aufmarschieren würden, haben wir in der Kuba – Krise gesehen.

Sollte es an der Grenze zwischen der Ukraine und Russland zu einer „Explosion“ kommen, werden die europäischen NATO – Staaten natürlich mit hineingezogen.

Afghanistan liegt ja schon zu lange zurück. Bevor es den europäischen NATO – Soldaten „zu langweilig“ wird, muss man ihnen Beschäftigung verschaffen – auf Kosten der europäischen Steuerzahler selbstverständlich! Mit den wenigen „lumpigen Auslandseinsätzen“ sind die ja nicht ausgelastet.

Empfehlung an den Generalsekretär der UNO:

1.Veranlassung des Abschlusses dreier Verträge über Freundschaft und gute Nachbarschaft, den einen zwischen den USA und Russland, den zweiten zwischen Russland und der Ukraine (mit dem Verzicht der Ukraine auf eine NATO – Mitgliedschaft) ,den dritten zwischen der EU und Russland.

2.Veranlassung des Abschlusses eines internationalen Vertrages über die stufenweise Auflösung der NATO.

3.Veranlassung eines internationalen Vertrages über eine stufenweise Abrüstung.

4. Ausarbeitung – unter dem Dach der UNO – eines völkerrechtlichen Nachfolgeinstrumentes für die veraltete UN – Charta , einer „Verfassung der Menschheit“, einer Weltfriedensordnung des 21. Jahrhunderts, mit der sich daraus ergebenden Ersparnis von zwei Billionen Dollar jährlich, die bisher für Kriege ausgegeben worden sind, was uns ermöglicht, diese Geldmittel nunmehr in die Umsetzung des Klimavertrages zu investieren.

Die vorliegenden Zeilen sind ein Vorschlag für eine konstruktive Zukunftsgestaltung der Menschheit, die es dieser ermöglicht, endlich „Licht am Ende eines dunklen Tunnels“ zu erblicken.

Otfried Schrot

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Otfried Schrot

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