Bombenräumung in Hannover - Misburg - QR Code Friendly

Am Donnerstag,3. Juni 2021 um 15.00 Uhr müssen 15 000 Bewohner ihre Wohnungen wegen einer Folgeerscheinung des 75 Jahre zurückliegenden Zweiten Weltkrieges verlassen, der Entschärfung zweier Fliegerbomben. Die Folgen künftiger Kriege mit wirksameren Waffen werden noch länger spürbar sein.

Trotz des unendlichen erlebten Leides verpulvert die Menschheit jährlich zwei Billionen Dollar für Rüstung und Krieg.

Obwohl Deutschland zusammen mit allen UNO – Gründungsnationen den Passus in der Präambel der Charta der Vereinten Nationen unterschrieben hat, der da lautet: „Wir, die Völker der Vereinten Nationen, sind fest entschlossen, künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren!“, ist in den 75 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg das Gegenteil passiert: Rüstung, Drohung, Krieg und immer wieder Rüstung, Drohung, Krieg! Gerade erst hat NATO – Generalsekretär Stoltenberg in einer „Brandrede“ auf die wachsende Bedrohung der Welt durch Russland und China hingewiesen und damit die Möglichkeit eines Zweifrontenkrieges der NATO gegen Russland und China in Aussicht gestellt. Stoltenberg hätte ja, wenn er einen höheren Intelligenzquotienten hätte als den, welchen Gott ihm geschenkt hat, Russland und China zur nächsten NATO – Konferenz nach Brüssel einladen und den drei „Chefs“ in Washington, Moskau und Peking das folgende Gesprächsthema vorschlagen können: „Wie wir zu einer Weltordnung gelangen können, in der die Menschheit  n i c h t in einem großen Kriege zugrunde geht!“

Der Haken ist: es verdienen zu viele an Vorbereitung und Durchführung von Kriegen – auch in Deutschland. Deshalb ist das Thema „Kriegsverhinderung“ von ganz rechts bis ganz links bei uns in Deutschland auch kein Wahlkampfthema.

Es könnte alles so einfach sein: der Generalsekretär der Vereinten Nationen beauftragt nach Absprache mit den ständigen Mitgliedern des Weltsicherheitsrates eine international renommierte „Denkfabrik“ mit der Entwicklung eines später in das internationalen Recht einzufügenden gewaltlosen Verfahrens zur Lösung internationaler Konflikte, dem Prinzip des Schachspiels vergleichbar, welches ein „Krieg ohne Mord und Totschlag, aber mit festen Regeln“ ist. Eine solche Methode zur Lösung internationaler Konflikte ist billiger als eine Kriegsvorbereitung, die Billionen kostet, eine Kriegführung, die Billionen kostet und ein anschließender Wiederaufbau, der abermals Billionen kostet.

Bürger der Welt – auch deutsche Bürger – untersucht einmal ganz sorgfältig, wer alles an Vorbereitung und Durchführung von Kriegen verdient! Danach zieht angemessene Konsequenzen! Vielleicht kommen wir dann zu einer Weltordnung, die einen Dritten Weltkrieg ausschließt, so dass die Bürger von Hannover – Misburg im Jahre 2200 nicht noch einmal Blindgänger unschädlich machen müssen!

Otfried Schrot

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Otfried Schrot

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