Ukrainisches Potpourri - QR Code Friendly

1.Der Verrat der Deutschen an ihrem Außenminister Genscher

Wladimir Putin hat immer wieder darauf hingewiesen, dass der Westen Russland versprochen hat, die NATO nicht nach Osten zu erweitern. Westliche Stimmen haben das immer wieder als Propagandaerfindung der Russlands bezeichnet.

Falsch ! Hans – Dietrich Genscher, deutscher Außenminister, hat im Jahre 1990 auf einer Pressekonferenz im Beisein des amerikanischen Außenministers Baker erklärt, dass die NATO nicht die Absicht habe, sich nach Osten zu erweitern.

Das VIDEO befindet sich im Netz. Anschließend sind die Präsidenten Clinton und Bush Genscher in den Rücken gefallen mit dem Beginn der NATO – Osterweiterung.

Und die untertänigen und gehorsamen Deutschen haben sich dem amerikanischen Willen gefügt und ihren eigenen Außenminister „im Regen stehen lassen!“

Hätten die USA – und vor allem die Deutschen – Genscher „den Rücken gestärkt“ und auf die Osterweiterung verzichtet, hätten wir heute in der Ukraine himmlischen Frieden!

Die NATO-Lüge - "Beabsichtigen keine NATO-Osterweiterung" - Hans Dietrich Genscher (1990) - Bing video

2.Niemand hat nach den Gründen gefragt

Nach der Auflösung des Warschauer Paktes war die Bedrohung des westlichen Bündnisses aus dem Osten erloschen. Ein völlig neues Kapitel friedlicher Beziehungen zwischen Ost und West – ein „goldenes Zeitalter“ – hätte beginnen können. Die Osterweiterung der NATO war so überflüssig wie ein Kropf. Weshalb also? Europa hat nicht gefragt und gehorcht! Die NATO - Ost - Erweiterung war eine heimtückische strategische Initiative der USA mit dem Ziel, Russland „in den strategischen Schwitzkasten“ zu nehmen und damit den Wettbewerber um die Weltherrschaft „weg zu beißen“! Mit der Osterweiterung der NATO verwandelte sie sich von einem „defensiven Militärbündnis“ in ein “offensives Militärbündnis“! Den schlafenden Europäern ist das nicht aufgefallen. Den USA war vollkommen klar, dass das zu einer Neuauflage des „Kalten Krieges“ führen würde. Warum das? Die USA brauchen von Zeit zu Zeit einen Krieg, um ihre umfangreiche Rüstungsindustrie mit Aufträgen zu füttern. Massenarbeitslosigkeit würde dazu führen, dass die Spenden an die Kongressmitglieder versiegen würden, welche diese für ihre Wahlkämpfe benötigen, und dass Präsidenten abgewählt würden. Bisher lief diese Methode immer gut, weil die Kriege, an denen die amerikanische Industrie verdient hat, nie auf dem Boden der USA geführt wurden. So würde ein neuer Krieg in Europa gerade recht kommen.

3. Und nun zur Ukraine

Die NATO wurde 1949 gegründet. Sie ist 73 Jahre ohne die Mitgliedschaft der Ukraine ausgekommen und die Ukraine ist 73 Jahre lang ohne die Mitgliedschaft in der NATO ausgekommen. Weshalb ist der Beitritt plötzlich so dringend? Die NATO-Osterweiterung hat ein Bedrohungsgefühl in Moskau erzeugt mit der entsprechenden Abwehrreaktion einer russischen Truppenmassierung an der Grenze zur Ukraine, was wiederum ein Bedrohungsgefühl in der Ukraine erzeugt hat. Die Ursache des Problems liegt im Weißen Haus! Das Argument „Jeder Staat hat das Recht, selber zu entscheiden, ob er der NATO beitritt oder nicht“ wird überlagert von dem Argument“ Jeder Staat hat das Recht, Schutzmaßnahmen zu ergreifen, wenn er sich bedroht fühlt!“ wie Präsident Kennedy in der Kuba – Krise von 1962, als Russland Raketen auf Kuba stationierte. Präsident Kennedy hat sich auch nicht mit dem Argument begnügt – was jetzt von Putin gefordert wird - „Wenn Russland Raketen auf Kuba stationiert, geht das die USA nichts an. Das ist eine interne Angelegenheit zwischen Russland und Kuba“!

4.Der schlafende Generalsekretär der Vereinten Nationen

Der Dialog zwischen der NATO und Russland ist an einem toten Punkt angelangt. Alle Argumente sind ausgetauscht. Beide Seiten beharren auf ihren Standpunkten. Der immer weiter eskalierende Konflikt zwischen der NATO und den USA schreit nach einem Vermittler. Die erste Person, die nun für eine Initiative in Frage kommt, ist der Generalsekretär der Vereinten Nationen, der leider in dem Konflikt bisher kein Lebenszeichen von sich gibt. Entweder sollte er selbst als Vermittler tätig werden oder noch besser eine Person mit internationaler Autorität, die mit dem Konflikt nichts zu tun hat, z.B. der Papst oder der Dalai Lama, zwei völlig sachfremde Personen. Die sollten sich beide Seiten anhören und dann mit einem Expertenstab eine Lösung ausarbeiten, welche die beiden Konfliktparteien „unter Wahrung ihres Gesichts“ als Lösung ihres Konflikts akzeptieren können. Dann können die Konfliktparteien davon Abstand nehmen, „ihre Atombomben aus dem Schrank zu holen“.

5.Warnung und Empfehlung an die Europäer

Die NATO – Europäer müssen endlich begreifen, dass die Interessen der USA und Europas nicht zu einhundert Prozent deckungsgleich sind. Nicht alles, was aus Washington kommt, ist gut für uns Europäer, und nicht alles, was aus Moskau kommt, ist böse. Wir NATO – Europäer müssen erstens unser politisches Selbstbewusstsein gegenüber den USA stärken und alles , was „von draußen kommt“, kritisch durchleuchten. Begriffe für diese Denkungsart sind „Unvoreingenommenheit“ und „Vorurteilsfreiheit“. Und wir sollten uns darüber Gedanken machen, ob wir „bis in alle Ewigkeit“ Mitglieder der NATO bleiben wollen!

Otfried Schrot

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Otfried Schrot
Autor: Otfried Schrot

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