Die Strompreisbremser (gedruckt) - QR Code Friendly
Berliner Morgenpost vom 26.08.2013, Leserbriefseite, Titel: "Kleinverbraucher müssen bluten"
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Schon heute, bei einen Anteil von nur etwa 20Prozent regenerativer Energie am Energiemix, gibt es Zeiten, in denen die Sonne scheint und der Wind bläst. Dann gibt es zu viel Strom. Oder eben anders herum: Es gibt zu wenig Strom. Das vollständig auszugleichen durch Speicherseen oder Wasserstofferzeugung ist illusorisch. Der einzige Weg aus dieser Misere sind intelligente Verbraucher. Also Waschmaschinen oder Trockner, die erkennen, dass es gerade viel Strom gibt, und sich dann einschalten. Dazu müsste sich der Strom im Netz zu erkennen geben als billiger Strom oder teurer Strom. Er müsste also moduliert sein, und alle Verbrauchsgeräte und Stromzähler müssten diese Modulation erkennen und sich entsprechend ein- oder ausschalten. Ohne eine solche Verbrauchssteuerung entsprechend der Verfügbarkeit wird die Energiewende der Torso bleiben, der sie im Augenblick ist.

Michael Maresch, per E-Mail

Neben der umkämpften Trassenführung der Kabel vom Wind im Norden zu den Verbrauchern im Süden, gibt es ein weiteres Problem, das bisher technisch noch nicht einmal angesprochen wurde: ich will das mal das "Mengenproblem" nennen.

Schon heute, bei nur ca. 20% regenerativer Energie, gibt es Zeiten, in denen die Sonne scheint und der Wind bläst: es gibt zu viel Strom. Oder eben anders herum: es gibt zu wenig Strom.
Das vollständig auszugleichen durch Speicherseen oder Wasserstofferzeugung ist illusorisch.
Der einzige Weg aus dieser Misere sind intelligente Verbraucher. Also Waschmaschinen oder Trockner oder, oder, die erkennen, dass es gerade viel Strom gibt und sich dann einschalten. Dazu müsste sich der Strom im Netz zu erkennen geben: "ich bin billiger Strom, ich bin teurer Strom", er müsste also moduliert sein und alle Verbrauchsgeräte und Stromzähler müssten, einstellbar, diese Modulation erkennen und sich entsprechend ein- oder ausschalten.
Ohne eine solche Verbrauchssteuerung entsprechend der Verfügbarkeit wird die Energiewende der Torso bleiben, der sie im  Augenblick ist.
Ohne eine Übereinkunft der Stromkonzerne (wir modulieren den Strom und rechnen ihn unterschiedlich ab) und der Verbrauchsgerätehersteller (wir erkennen die Modulation und schalten unsere Geräte entsprechend ein oder aus), ohne eine gesetzliche Zeitvorgabe zur Einführung eines solchen Systems, ist das Getöns von "Energiewende" nur Blendwerk.
Denn "intelligente Gerätesteuerung" hätte der erste Schritt sein müssen, weil er schon heute ungeheure Mengen CO2 verhindern würde und niemand den billigen Strom verschenken müsste um die Kosten dafür dem Verbraucher aufzuhalsen.
Intelligente Gerätesteuerung setzt aber leider intelligente und voraussehende Minister und Konzernbosse voraus.
Es ist daher zu erwarten, dass die Energiewende scheitert.
 
Michael Maresch
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