Hühnerstall - QR Code Friendly

Wäre es nicht so traurig, ich fände es lustig wie die politischen Gockel ihren Hausstall verteidigen. Wer ihnen ans Bein pisst, wird verbissen, geschändet, eingesperrt und notfalls auch umgebracht. Wenigstens aber findet er Zuflucht im Stall des anderen. Was dem Einen sein Chodorkowski ist dem Anderen sein Whistleblower. Die werden dann, jeweils im anderen Stall, Vorzeigeeunuchen: Abgekapselt, frei eingesperrt, blöcken sie im fremden Land vom Versagen des anderen, also des eigenen Landes.

All diese Gockel, ob sie nun Obama oder Putin oder gar GenscherMerkel heißen, merken gar nicht, dass ihr Aufplustern in Zeiten des Internets gar nichts mehr bedeutet, dass sie es sind die versagen. Dass sie Methoden des kalten Krieges, also alten Müll anwenden, wo weltumfassende Demokratie, offenes miteinander Reden, ständiges Hinterfragen der eigenen Position angesagt wäre.

Denn schon allein der jeweilige Aufstand, den die Anwesenheit eines Dissidenten im fremden Stall und imweltweiten Netz erzeugt, ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass an der eigenen Position etwas nicht stimmen kann. Menschen, Einzelne, ihr Gockel, kann man ausschalten, befreien, ausbürgern, auch töten.

Das Internet nicht.

 

Michael Maresch


Bewerten, Kommentieren und Teilen in sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:

Kommentare

# Alois Sepp 2013-12-23 16:08
Richtig!

Um diesen Artikel hier in der Bürgerredaktion zu kommentieren, bitte anmelden.

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
(Durchschnittliche Bewertung 0 bei Bewertung(en))