Die SZ auf Seite 1 in der WHO - Gebetsmühle: Weniger Raucher? - QR Code Friendly
Nach Statistiken der World lung foundation (in ihrem Tobacco Atlas), die nicht gerade als raucherfreundlich einzustufen ist, steigt die Produktion von Tabak und der Verbrauch von Zigaretten weltweit:

 

selbst der Verbrauch von Zigaretten ist wenigstens gleichbleibend, wenn nicht steigend:

 

Die gebetsmühlenartig, selbst in der SZ veröffentlichte Behauptung, das Rauchen würde durch die Eingriffe der Politik zurückgehen, ist nirgendwo im Internet belegbar. Bei Zigaretten mag das in Amerika und Deutschland stimmen, beim weltweiten Rauchen aber ist es schlicht falsch.
Es ist eher so, dass durch den dauernden Focus auf dieses Thema, ständig Werbung fürs Rauchen gemacht wird, was die steigenden Zahlen erklären würde. Auch die Aufdrucke auf die Packungen scheinen genau das Gegenteil ihrer Intention zu bewirken: sie steigern die Aufmerksamkeit und damit die Umsätze.
Nach obiger Statistik ist in Europa der Verbrauch von Zigaretten zwischen 2000 und 2010 in etwa gleichgeblieben, was aber bedeutet, dass der Zigarettenkonsum eminent gestiegen ist, weil sehr, sehr viele Raucher aus Kostendruckgründen und weil die modernen Zigaretten ständig ausgehen, auf Selbststopfen oder Schmuggelware umgestiegen sind.
Diese Statistiken zeigen auch eindeutig, dass die E-Zigarette, bisher jedenfalls, nur ein Nebengeschäft ist, das keinen erkennbaren Einfluss auf den Gesamtkonsum hat, sondern ihn ergänzt und glänzend Umsatz fördernd erweitert.

Man kann also wirklich mit Fug und Recht die Zigarettenindustrie dazu beglückwünschen, dass sie durch die Initiative der Weltgesundheitsorganisation beinahe alle Staaten und Medien dieser Welt als Werbepartner gefunden hat. Himmlisch: jetzt werben sie sogar mit Titelbild und doppelseitig zusammen mit dem EU Parlament in der SZ für die E-Zigarette! Mit der schönst denkbaren Negativwerbung.

Als hätte es niemals eine Benetton Werbung gegeben und als hätte daraus niemals irgendjemand irgendwas gelernt.

Der Weg zur Volksgesundheit, da können die Politiker mit der Hilfe von recherchefaulen Journalisten noch so lange ihren Verbotsfimmel schönreden, ist eben mühsamer als eben mal ein paar klitzekleine Grundrechte zu beschädigen.
Der Weg zur Volksgesundheit ist Aufklärung und Arbeit und Aufklärung und Arbeit und Aufklärung und Arbeit und.........
Und wenn das Volk dann immer noch nicht will, muss man sehen, dass man sich mit ihm arrangiert.
Und intelligente Lösungen suchen.
Nicht bescheuerte, das Volk und die Demokratie spaltende Verbote oder weltumspannend getürkte Werbeaktionen.
Ich, Raucher, finde, die Zigarettenindustrie ist reich genug.

Michael Maresch
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Autor: Michael Maresch

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