Putin: Zu den Waffen? (gedruckt) - QR Code Friendly
Berliner Kurier vom 02.09.2014, laut Genios.de. Mehr Info nicht bekannt.
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Putin legt den Finger auf eine vermeintliche Schwäche der Demokratie: sie verhindert den starken Mann, die starke Frau. Der Diktator ist unerwünscht.
So versammeln sich also in Brüssel zwei Dutzend ideenlose, aber staatslenkende Zauderer, allen voran Frau Merkel, der schwabbelfleischgewordene  Status quo, um das neue EU Führungspersonal zu bestimmen und die Bedrohung aus dem Osten mit Sanktionen zu belegen.
Als Gegenspieler Putins wählen sie ein italienisches, diplomatisch und auch sonst unbelecktes Mäuschen. Die Sanktionen sollen den wirtschaftlichen Boden Putins beschädigen.
 
Das Ergebnis wird sein, dass Putin unter Druck noch mehr Truppen in die Ukraine schickt. Er hat gar keine andere Wahl: in wirtschaftlicher Bedrängung war er schon vorher. Die erneuerbaren Energien, das Fracking, alles deutet auf den Niedergang seiner Rohstoffexport abhängigen Wirtschaft. Ausgleichen kann Putin das nur mit Landgewinn und Säbelrasseln. Und wenn es seiner Wirtschaft durch die Sanktionen noch schlechter geht, mit noch mehr Landgewinn und noch mehr martialischen Gehabe.
Außer, dass er sie vielleicht sexuell hochwertig findet, wird die neue Außenbeauftragte (welch ein visionsloser Titel!) der EU, auf ihn keinen Einfluss nehmen: er hat sein Volk im Kreuz. Darf nicht Weichei sein.
 
Irgendwie erinnert die Situation an Europa, Hitlerdeutschland und die Tschechei vor dem Münchner Abkommen.
 
Gelernt haben wir daraus, dass eine Konferenz, die Putin den russischsprachigen Teil der Ukraine zuspricht, nicht hilft.
 
So bleibt allein die schreckliche Vorstellung David Camerons, dass kriegerische Landnahme nur mit kriegerischen Mitteln zu beantworten ist.
 
Darauf läuft es hinaus: "Zu den Waffen!"
 
Ihr nationalistischen Russen glaubensdepperten Iraker, Syrer und wer weiß sonst noch , geldgierigen kapitalistischen Amerikaner und Europäer: zu den Waffen!
Wir, die verarschten Völker sollen sterben! Für Euren Ruhm und Euer Geld.
 
Wenn die Ukraine oder spätestens Litauen oder gar Polen gefallen ist, werden sie in Brüssel einen Cäsar wählen. Einen europäischen Interimsdiktator. Er wird Cameron heißen.
 
Ich hatte bei Hitler die Gnade der späten Geburt, jetzt habe ich die Gnade der frühen Geburt. Ich durfte ein Leben lang demokratisch träumen.
 
Den Völkern aber bleibt zu sagen: Tötet die Despoten aller Couleur. die nationalistischen, die glaubensverblendeten, die brutalkapitalistischen. Oder sperrt sie wenigstens rechtzeitig weg. Denn andernfalls werden sie mittelfristig  euch töten.
 
Quod erat gestern demonstrandum.
Quod fuit morgen demonstrandum.
 
Mir und meiner Familie, meinem europäischen Volk, meiner Welt aber wünsche ich, dass ich nur ein verblendeter Katastrophenjunkie, ein blöder Schwarzseher bin.
Oder dass Väterchen Zufall hilft.
Mit Ebola im Kreml für's Erste. Und/oder Pest in der Wall Street. Oder, beendend, mit einer Wiedergeburt Mohameds oder Jesus als definitiven Gottesbeweis. Eine unsterbliche Taube würde schon genügen. Oder..., oder...
 
Michael Maresch
 

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Kommentare

# Alois Sepp 2014-09-01 21:20
Stimmt genau!

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