Hamburger Morgenpost vom 17.10.2014 laut genios.de. Mehr INFO nicht bekannt.
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Aus gegebenem Anlass möchte ich daran erinnern, dass wir in einem beinahe laizistischen Rechtsstaat leben.
Für Menschen, die Anderen die Köpfe abschlagen um sie an den Haaren in die Kamera zu schwenken, haben wir Strafgesetze. Wir sperren sie weg.
Der Rechtsstaat jagt solche Leute, bis er sie hat. Die dafür nötige Jagd ist eine polizeiliche Maßnahme, niemals ein Krieg. Wenn zur Ergreifung solcher Verbrecher das Militär erforderlich ist, handelt es so zu sagen im Auftrag der Staatsanwaltschaft.
Am Ende steht ein Prozess gegen jeden einzelnen Mörder.
Dabei spielt der Glaube des Mörders, als Rechtfertigungsgrund für seine Tat, eine untergeordnete Rolle: je nach Verblendung entscheidet der nur darüber, ob er in ein Gefängnis oder in eine Irrenanstalt wandert.
Es wird also Zeit, ihrer habhaft zu werden.
Es wird Zeit, dass der europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg die aufgeklärten Völker in der Welt um Amtshilfe bittet.
Fangen wir die Verbrecher.
Nein, nicht mit einem "Kreuzzug".
Mit einem "Rechtszug".
Wenn wir die Menschenrechte nicht mit unserem Leben verteidigen und durchsetzen, sind sie das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Dann gibt es sie nicht.
Nochmal: wir ziehen nicht in den Krieg.
Wir setzen das Recht durch.
Mögen sie dann, in einem dann straftatsfreien Staat, glauben was sie wollen.
Weil bei uns, vor nicht allzu langer Zeit, der Rechtsstaat gegen den Gottesstaat gesiegt hat.

Michael Maresch

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