AZ vom 14.11.2014, Seite 31, Titel "Und die Geothermie?"
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Statt sich im Parlament und vor den Verfassungsgerichten darüber zu streiten, ob die "Verspargelung" durch Windräder zulässig sei oder nicht, sollten sich all die neunmal klugen Politiker mal vor uns Bürger stellen und uns erklären, warum sie die Geothermie in Bayern nicht viel, viel mehr fördern.
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Statt sich im Parlament und vor den Verfassungsgerichten darüber zu streiten, ob die "Verspargelung" durch Windräder zulässig sei oder nicht, sollten sich all die neunmal klugen Politiker mal vor uns Bürger stellen und uns erklären, warum sie die Geothermie in Bayern nicht viel, viel mehr fördern.
Bayern sitzt auf einem Heißwasser-See in erreichbarer Tiefe, der ausreicht für Jahrtausende alle Energie zu liefern.
Die Gewinnung dieser Energie ist zwar (noch?) teuer, aber die Vorteile wiegen das locker auf:
Keine Atomkraft, keine Kohle- oder Gaskraftwerke, keine Spargelwindräder oder Solarrübenäcker, keine neuen Stromtrassen, Speicherseen oder Akkutürme, nichts. Nur unverfälschte Natur. Und grundlastfähige dezentrale Energieversorgung, der es egal ist, ob der Wind bläst oder die Sonne scheint. Selbst die Bauern könnten ihren Mais wieder zur Ernährung verkaufen.
Dafür, meine ich, ist jeder eingesetzte Steuereuro sinnvoll. Dafür würde es sich lohnen ein paar Cent mehr für den Strom zu zahlen.
Warum also, ihr Spargelstreithansel, ist die Geothermie in Bayern trotzdem das Stiefkind eurer Energiewende?
Michael Maresch
