Erbsünde Erbschaftssteuer (gedruckt) - QR Code Friendly
AZ vom 27.03.2015, Seite 30, Titel "Erbsünde"
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Die Diskussion um die Erbschaftssteuer zeigt so deutlich wie kein anderes Reizthema unter Politikern, dass sie überall nur Flickschusterei betreiben. Nirgendwo Ursache - Wirkung Erwägungen, geschweige denn auch nur der "Geruch" einer Vision.
Es geht los, dass niemand erkennt oder erkennen mag, dass die Erbschaftssteuer das einzige Mittel ist um einen gerechten Generationenausgleich herzustellen: Die, die zu wenig Kinder erzeugt haben und dabei zu Vermögen gekommen sind, bittet die Erbschaftssteuer posthum um den Ausgleich ihres Versagens im Bett. So gesehen ist die Erbschaftssteuer eine nachträglich erhobene "Vergnügenssteuer", die der nachkommenden Generation finanzielle Gerechtigkeit schafft. Die Höhe der Erbschaftssteuer gehört also an die demographische Entwicklung gekoppelt.
 
Auch bei der Besteuerung vererbter Betriebe, könnte man wenigstens einmal andenken, ob nicht die, die diese Betriebe erst ermöglichten, die Belegschaft nämlich, in den Kreis der Erbberechtigten aufgenommen werden sollte. Das würde die Betriebe nachhaltiger erhalten und weitreichender, als Herr Söder oder die gesamte GoKo überhaupt denken können.
 
 
Michael Maresch

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