Wahlrechtsänderung - QR Code Friendly
So pfiffig ( wie ihn Heribert Prantl (SZ vom 04.01.2016, Seite 1) darstellt), ist der Vorschlag das Wahlrecht mit einer Zweitstimme zu verändern, damit die Stimmen, die für Splitterparteien abgegeben wurden, nicht unter den Tisch fallen, nicht.
Weder ist er praktikabel, weil niemand vor einer Wahl zu entscheiden vermag, wer nach der Wahl Splitterpartei ist und wer nicht, noch gerecht: Durch eine solche "Zweitstimme" verändert sich die Ausgangslage. Das Wahlrecht wird noch komplizierter, als es durch die Mischung von direkter und verhältnismäßiger Wahl eh schon ist. Die Folge wird noch mehr Verdruss und Wahlverweigerung sein.
 
Will man dieses Problem lösen, kommt man an zwei Wahlgängen nicht vorbei.
In einem ersten werden Direktkandidaten bestimmt und festgelegt welche Parteien die Prozenthürde nicht erreicht haben und in einem zweiten wird die prozentuale Sitzverteilung der verbleibenden Parteien ermittelt.
Nur so geht keine Stimme verloren und die "Wahl" bleibt klar und durchsichtig.
 
Michael Maresch
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Autor: Michael Maresch

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Kommentare

# WahrechtsänderungAlois Sepp 2016-01-04 16:10
Ja, so eine Art des Wahlrechts wäre wesentlich gerechter und durchschaubarer. Dass dies aber nicht so wird, dafür sorgen unsere verwöhnten Politiker der Altparteien schon, da bin ich mir sicher.

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