Europäische Identitätskrise  - QR Code Friendly
Obwohl die EU zu allen Zeiten nur ein Zusammenschluss zur Gewinnmaximierung der europäischen Konzerne war, keimte in den letzten 10 Jahren ein erstaunliches Pflänzchen: Immer mehr Menschen in Europa waren bereit, wenigstens Teile ihrer nationalen Identität gegen eine europäische auszutauschen. Dabei half das gemeinsame christliche Menschenbild, die offenen Grenzen, das gleiche Geld und die vereinbarte Freizügigkeit im Arbeitsmarkt und beim Aufenthalt: es entwickelte sich eine europäische Identität.
Wir Deutschen hatten es damit etwas leichter als alle anderen europäischen Völker: unsere Volksidentität war mit dem Krieg zerstört und nur am äußersten rechten Rand gab es noch einige Unbelehrbare, die sich an sie erinnerten.
Weil wir Deutschen es leichter hatten, hatten es auch die anderen europäischen Völker, mit unzerstörter nationaler Identität, etwas leichter: trotz der Vergangenheit wuchs in den Jahrzehnten ein ganz kleines Vertrauen in das weltoffene, nicht mehr völkische Deutschland, mit dem man sich vorstellen konnte gemeinsam Europäer zu sein.
 
Der Völker - Stresstest Flüchtlingskrise ist dabei, dieses Wunschdenken platzen zu lassen.
 
Die europäische Identität ist noch nicht stabil genug, so dass, im Stress, die anderen Volksidentitäten sich auf ihre Wertinhalte zurückziehen können, wenn nicht, wie sie glauben, müssen. Übrig bleibt, weil identitätsgeschädigt, zur Aufnahme der Flüchtlinge: Deutschland. 
 
Nun wäre das, an sich, kein Problem, würde nicht in dem Pseudonym einer durchaus zu Recht verhassten Gruppierung in Deutschland, inhaltlich die Verteidigung des Abendlandes gegen eine Islamisierung stehen. Würde sich nicht diese Angst, mag sie denn berechtigt oder unberechtigt sein, mit den Identitätsvorstellungen beinahe aller anderen europäischen Völker treffen.
Denn darum geht es: in dem Zustand, in dem sich uns der Islam weltweit darstellt, wollen ihn unsere Nachbarländer, aber wohl auch die Mehrheit der "Deutschen" nicht.
Das kann durchaus als europäischer Konsens bezeichnet werden, der mittlerweile nur von Berlin durchbrochen wird.
 
Ich meine, dass es uns gut tun würde, wenn wir dieses Gutmenschen - Bestreben Berlins, das schon wieder so aussieht, als würde am deutschen Wesen die Welt genesen, zurücknähmen und uns zusammen mit den Völkern mit ungebrochener Identität, nach deren Wertmaßstäben, eine gemeinsames europäisches Asylrecht erarbeiteten, das dann auch alle, an den Grenzen der EU, zu verteidigen bereit sind.
 
Geschieht das nicht, wird die EU zerfallen und, der ungebrochene Flüchtlingsstrom deutet darauf hin, Deutschland wird mittelfristig mindestens 10 Millionen islamische Flüchtlinge bekommen.
 
Mit der offenen Frage, ob ihm das auch bekommt. Der Verlust Europas jedenfalls wird ihm nicht bekommen.
 
Deshalb: eine europäische Einigung, zur Festigung der europäischen Identität, in der Flüchtlingsfrage, muss jetzt her. Sofort.
Und wenn das Küchenbuffet, in dem Fall wohl Merkel, raus muss.
 
 
 
Michael Maresch
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