Liebt Gott die katholische Kirche? (gedruckt) - QR Code Friendly

AZ vom 11.04.2016, Seite 27, Titel "Was Gott liebt"
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Der Satz der Bibel "Was Gott verbunden hat, das soll der Mensch nicht trennen.", sagt, dass Gott die Liebe ist. Da aber, wo Gott, also die Liebe ist, soll sich der Mensch nicht einmischen.

Würde der Satz Gott in seiner Allgegenwart meinen, hätte er nur eingeschränkten Sinn: Gott hat den Baum mit der Erde verbunden. Wir benutzen sein Holz, etc..

Wo also Liebe ist, ist sicher Gott, nicht aber überall wo Gott ist, ist genauso sicher Liebe. Außer die Freiheit der Schöpfung und die Freiheit der Menschen sich in dieser Schöpfung selbst zu entscheiden, wäre die Liebe Gottes.

So gesehen, schreibt die katholische Kirche, indem sie das Wort "Gott" erst mal außen vor läßt und sich auf das "Binden" und das "Trennen" fixiert, Gott vor wie er zu sein hat: Einmal Liebe, immer Liebe. Sie schwingt sich zu Gott auf, als wüßte sie besser als Gott, was der zu verbinden und was er zu trennen wünsche.

Gott aber, so vermute ich an seinem Werk, liebt das Unendliche, die unendlichen Entscheidungsmöglichkeiten, die unendliche Freiheit.

Also nur sehr, sehr eingeschränkt die katholische Kirche. Wie auch jeden anderen Glauben mit antiquierten Vorschriften und Verboten.

Dann schon eher die Millionen, die ihre Liebe verloren haben und die in der Regel schwer darum kämpfen, die Liebe zur Freiheit wieder zu gewinnen.

 

Michael Maresch


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