Bei jeder dieser Rettungen geht ein kleines, manchmal auch ein großes Stück Demokratie verloren. Manchmal z.B. zu Gunsten einer imaginären Gesundheit wie bei der Rettung des Volkes vor dem Passivrauchen, manchmal zum Schaden von Wettbewerbshütern, oft zum Schaden der Sparer und Steuerzahler, aber immer zu Gunsten der Reichen. Und immer zum Nachteil des kleinen Mannes und der Demokratie: Systemrelevantes, auch Modisches, muss gerettet werden, Demokratie hin oder her. Niemand fragt, ob am Ende all dieser Rettungen der Patient, die Demokratie, noch lebt. Niemand wagt den Gedanken, dass weniger retten mehr demokratische Vielfalt und Gerechtigkeit ergeben könnte, als mehr retten. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, Ihr Retter!
"Wir wollen mehr Demokratie wagen", sagte der letzte Sozialdemokrat.
"wagen", sagte er.
Es wird Zeit, dass wir uns wagen, die Demokratie vor den Rettern zu retten.
Schrödern Sie, Herr Gabriel!
Helmut Kohlen Sie, Frau Merkel!
Michael Maresch
