Wahlrecht: Wenn schon, dann denn schon! - QR Code Friendly
Wenn Ministerin Schwesig das "Familienwahlrecht" fordert, greift sie eine Idee auf, die Basisdemokraten seit undenklichen Zeiten fordern: Jedem Menschen eine Stimme.

Nur wenn jeder Mensch, vollständig unabhängig von Alter, Geschlecht, Glauben oder Gesundheitszustand, die Möglichkeit hat sich einen politischen Vertreter zu wählen, kann ein Parlament ein echter Spiegel der demokratischen Gesellschaft sein.

 

Wenn Frau Schwesig also den Kindern Wahlstimmen, die die Eltern ausüben, geben will, geht sie in die richtige Richtung, aber mit zu kurzen Schritten.

Den "Jeder", heißt JEDER. Nicht nur die Kinder.

Wahlstimmen brauchen dringend auch die anderen Bürger, die aus Alters-, Gesundheits- oder allen sonstigen Gründen nicht an einer Wahl teilnehmen können.

Wird das Wahlrecht nicht so verändert, dass Jeder ein Stimme hat, wird es noch ungerechter, als es eh schon ist.

Ein Herz und eine Stimme für Kinder, Frau Schwesig? Ja! Gerne!

Aber bitte dann auch ein Herz und eine Stimme für Alte, Kranke, Demente, Irre und Komatöse!

Wenn schon, Frau Schwesig, dann denn schon!!

 

Michael Maresch

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Autor: Michael Maresch

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Kommentare

# FamilienwahlrechtRoland Klose 2016-07-21 17:50
Wenn jeder politische Vertreter im Sinne seiner minderjährigen Kinder, der Alten, Kranken, Dementen, Irren und Komatösen wählt, dann mögen Sie recht haben. Als ich noch nicht volljährig war, hätte ich mir nicht vorstellen können, dass meine Eltern - egal ob Vater oder Mutter - für mich das Wahlrecht in meinem Sinne ausüben. Sie waren viel zu konservativ. Deshalb halte ich das Familienwahlrecht oder das Stellvertreterwahlrecht für eine Schnapsidee des "GroKo-Kükens".
# Familienwahlrecht hin oder her!Alois Sepp 2016-08-13 19:51
Unsere Berliner Agitatoren, genannt Bundespolitiker, agieren doch nur hin oder her, damit der Eindruck entsteht, als täten sie wirklich was. Unsere Familienministerin muss ja auch so tun, als täte sie für die Familie etwas. (auch wenn es Blödsinn ist)

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