München: Ruhe bewahren! (7x gedruckt) - QR Code Friendly
Berliner Kurier vom 25.07.2016 laut Genios.de. Mehr Info nicht bekannt. Leipziger Volkszeitung, B.Z., Döbelner Allgemeine, Oschatzer Allgemeine, Osterländer Volkszeitung vom 26.07.2016 laut Genios.de. Mehr Info nicht belkannt. Rheinische Post vom 29.07.2016 laut Genios.de


Nein, ich habe auch keine Lösung. Und ja, ich bin zutiefst betroffen von dem vollständig sinnlosen Dahingemetzel Unbeteiligter weltweit und jetzt vor meiner Haustüre in München.
Gleichzeitig bin ich überrascht, wie viele unserer Freunde aus der ganzen Welt sich nach unserem Befinden erkundigt haben. Wir rücken zusammen. Schön.
Trotzdem, meine ich, sollten wir anfangen, darüber nachzudenken, wie wir in Zukunft mit solchen Wahnsinnstaten umgehen wollen.
Ob wir wirklich diese Menge Öffentlichkeit, diese Menge Wirkung an solche Taten knüpfen wollen.
Wenn eine ganze Millionenstadt stillsteht, wenn die Medien der ganzen Welt jedesmal solche Irrsinns Taten bis zur Rucksackfarbe des Täters ausleuchten, züchten wir uns Nachahmungstäter, die auch ein Statement des amerikanischen Präsidenten wollen.
Es schmerzt auf den noch frischen Wunden nicht an die Betroffenen zu denken. Ich entschuldige mich bei allen Opfern und ihren Angehörigen, die auch aus meiner Familie hätten stammen können. Doch trotzdem, nein gerade deshalb, müssen wir anfangen die Verbrechen zu relativieren, ihnen die öffentliche Wirkung zu beschneiden.
Wir müssen härter werden, den kühlen Kopf bewahren, eine neue Sprache entwickeln. Mit der öffentlichen Weinerlichkeit ganzer Nationen, der ganzen demokratischen Welt, nach solchen Bluttaten züchten wir uns Generationen irrer Nachahmungstäter, vor allem aber Einzeltäter. Dann können wir das jede Woche - nein, soweit sind wir schon - jeden Tag erleben.
Cool down, Deutschland! We shall overcome some day.
Rücken wir zusammen, passen wir auf, beschützen wir unsere Demokratie.
Unsere Polizei hat, mit ihrem perfekten Informationsmanagement bereits damit angefangen. Hat relativiert, was die sozialen Netzwerke, allen voran Facebook, an Hühnerhaufen, bis in die Redaktion der Abendzeitung hinein, erzeugt hat. Unterstützen wir sie! Behalten wir die Nerven! Was auch immer da noch auf uns zukommt!

Michael Maresch
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Autor: Michael Maresch

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