Zufriedene Sexualdelikte - QR Code Friendly
"Am Ende sind alle zufrieden", titelt die Abendzeitung München zum abgelaufenen Oktoberfest 2016 und listet die Besucherzahl, das daraus resultierende Geschäft, das Gedränge, die Stimmung, die verletzten Beamten und die Straftaten auf.

Aus den Straftaten (weniger) koppelt die Zeitung die Sexualdelikte (mehr) und die Drogendelikte (gleichbleibend) aus.

Die Sexualdelikte allerdings sind von 2015 (21) auf 2016 (31) um beinahe 50 % gestiegen.

Und, fast verschämt, ganz am Ende des Absatzes über Sexualdelikte, steht: "18 Täter hat die Polizei gefasst. 16 davon waren Flüchtlinge."

Geht's noch? Warum steht das nicht groß auf der Titelseite? Weil wir München und nicht Köln sind?

 

Am Ende sind eben nicht alle zufrieden. Am wenigsten die Vergewaltigungsopfer, auch nicht die Demokraten, die, gleichzeitig, einen überhaupt nicht verschämten, groß aufgemachten Artikel in der "Welt" über die steigenden Angriffe auf Kopftuch tragende Musliminnen lesen.

So sind,  ganz am Ende, die gegängelten Zeitungsleser auch nicht zufrieden. Wer mit verschiedenem Maß misst und berichtet, beschädigt die Demokratie und fördert die politischen Extreme. Damit aber kann niemand zufrieden sein.

 

Michael Maresch


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Kommentare

# Zufriedene SexualdelikteAlois Sepp 2016-10-04 21:46
Ja, manchmal wird Wichtigeres als unwichtig und Unwichtigeres als wichtig eingestuft. Vielleicht wollte man aber die Flüchtlinge nicht so ganz an den Pranger stellen, weil der Unmut der Bevölkerung über die Flüchtlinge ohnehin schon groß genug ist. (was natürlich unserer GroKo und der Regentenmutter "Merkel" zu verdanken ist!)

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