Am Anfang war das Ende - QR Code Friendly

"Am Anfang war das Wort" schreibt Johannes in seinem Evangelium und meint das wohl transzendental. Denn: "Das Wort war bei Gott".

Schließt man den Kreis, ist das Wort auch das, besser, sein Ende.

Und so kämpfen all die Heilsbringer um das Wort in der Zwischenzeit.

Die Möglichkeiten der Einflussnahme sind dabei genauso lang wie die Liste der Begehrlichkeiten: wer das Wort beherrscht, beherrscht die Menschen. Ist Gott. Ist Anfang und Ende.

Wir leben in einer Zeit, die auf Grund ihrer technischen Möglichkeiten den Anschein erweckt, dass sich das Wort der Beherrschung entzieht. Johannes, lebte er heute, würde schreiben "Am Anfang war das Internet" und "Das Internet war bei Gott".

So ist die Jagd auf die Vertreter des alten Worts, die Journalisten, eröffnet und das neue Wort sucht sich seine Grenzen. Eine Interimszeit.

Weil aber das neue Wort gnadenlos sich selbst unlöschbar aufzeichnet, sich also selbst zu jeder Zeit in beliebiger Form reproduzierbar macht, verbessere ich Johannes. Am Anfang, Johannes, war die Datenbank. Damals noch als göttlicher Plan.

Inzwischen ist sie in Amerika. 

Bei Trump.

Michael Maresch

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