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Der Giftgas Angriff in Syrien, davon kann ausgegangen werden, hatte keinerlei oder wenigstens einen verschwindend kleinen militärischen Nutzen.

Damit ist der einzige Vorteil, der aus solch einem Giftgas Angriff ableitbar ist, die Überschreitung der "roten Linie" des Barrack Obama. Die  Erhöhung des Drucks auf die USA sich in den Krieg direkt einzumischen.

Die modische Verhärtung der Beziehungen zwischen den Egoisten in der amerikanischen und der russischen Führungsriege sind mittlerweile so festgeschrieben, dass auf solch einen Angriff sofort Schuldzuweisungen und Reaktionen erfolgen, bevor auch nur irgendjemand auf die Idee kommt, die einfache Frage "Cui bono" zu stellen.

Nützt so ein Giftgas Angriff Assad?

Ich erkenne, helfen Sie mir, nirgendwo einen Vorteil für Assad, wenn Amerika sich in seinen Krieg einmischt. Eher das Gegenteil scheint mir der Fall: der doch mit der russischen Hilfe beinahe schon gewonnene Krieg wird wieder unkalkulierbar. Assad und Russland geraten wieder in die Nähe der völkerrechtswidrigen Mörder.

Mir jedenfalls fällt für Assad kein Vorteil ein. Nur Nachteile.

Etwas wahrscheinlicher scheint da die Vorstellung Putin hätte den Giftgas Angriff befohlen oder wenigstens gebilligt.

Das würde bedeuten, dass Putin die Konfrontation mit Amerika sucht. Was aber wäre sein Vorteil dabei? Er riskiert seine Basis in Syrien um zu zeigen, dass er der Mega Macho ist?

Wenn er das wirklich wollte, meine ich, steht ihm die Ukraine zur Verfügung. Das ist strategisch und logistisch erheblich leichter zu steuern als Giftgas in Syrien.

Nein, Putin fällt aus. Kein Nutzen.

Cui bono also?

Es bleiben Erdogan, die syrischen Rebellen und der IS.

Für alle drei sind Vorteile ableitbar, die sich alle allerdings im spekulativen Bereich bewegen und die daher einer Überprüfung bedürften.

Einer neutralen Überprüfung. Genau daran aber wird es scheitern. Niemand ist mehr neutral.

Wäre ich Erdogan oder Rebell oder die IS und hätte gewartet, bis ich überflogen werde, um mein Giftgas zu sprengen, ich würde eine Magnum Flasche Champagner köpfen: Mission accomplished.

Die Welt am Nasenring.

Michael Maresch


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