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Vor 5 Jahren haben wir uns zusammengetan: Herr Klose, Herr Sepp und ich.

Alle drei gestandene Mannsbilder mit einem kuriosen Hobby: wir waren und sind Leserbriefschreiber. Leserbriefschreiber aus einer inneren Passion heraus. Beteiligen - Einmischen - Ändern haben wir uns zum Leitspruch gewählt. Nicht nur so, weil's gut klingt, sondern aus innerer Überzeugung. Wir wollten uns einmischen in den politischen Irrsinn, der uns umgibt und ihn verändern.

Jedem von uns ist das gelungen. Jeder, auch unser neues Mitglied Herr Schrot, wurde hundertfach, oft tausendfach in diesen 5 Jahren von großen Zeitungen gedruckt. Jeder hat also Meinung gebildet, verändert. Und alle diese Versuche sind hier, in der Bürgerredaktion.de dokumentiert. Festgeschrieben. Wie im Museum. Ein Sittenbild in dem die Studenten der Zukunft Meinungsarchäologie betreiben werden.

Und doch, bei aller Feierlaune, das wichtigste Ziel unter dem ich die Bürgerredaktion gründete, einen Beitrag der Leserbriefschreiber zum Erhalt der Printmedien, hat sie bisher nicht geleistet. Glaube ich jedenfalls.

Vielleicht war das Ziel zu hochgesteckt in einer Medienlandschaft, die sich immer noch im Regionalen zerfleischt, die ihre Pfründe zähnefletschend verteidigt und Leserbriefschreiber wie ihr Eigentum behandelt. Vielleicht sind die Printmedien gestern.

Ich weiß es nicht.

Was ich weiß ist, dass alle Printmedien die ganzen fünf Jahre die Bürgerredaktion totgeschwiegen haben.

Mit einer einzigen Ausnahme: Herr Bronski von der Frankfurter Rundschau. Aber auch der hat vor einem Jahr, als er irgendwas von mir nicht verstanden hat, seinen Bann gleich auf Herrn Klose mit ausgedehnt. Obwohl ich Herrn Klose persönlich gar nicht kenne, ihn nie gesehen habe und ihn genauso erfahre und schätze wie jeder andere Leser der Bürgerredaktion.

Also hat nach wie vor niemand begriffen, was wir hier in der Bürgerredaktion tun: wir sichern die unzensierte Meinung von vielgedruckten Leserbriefschreibern. Ungekürzt. Zeitungsnah. Durch dokumentiert.

Dabei bestimmen die Zeitungen selbst, wer als Autor in der Bürgerredaktion veröffentlichen kann: jeder Autor muss vorher mindestens 200 mal gedruckt worden sein.

All das nützt nichts. Zu stark ist der Konkurrenzdruck, der tägliche Kampf ums Überleben in den Redaktionen. Da wird die ausgestreckte Hand zum Dolch.

So ist der Versuch der Bürgerredaktion, durch eine Zusammenrottung der Leserbriefschreiber das kleinliche Hick-Hack der regionalen Zeitungen zu beenden und gemeinsam einen Pool für verantwortete, mit dem guten Namen unterschriebene Meinung: Zeitungen und ihre Leser, gegen das Internet und seine asozialen Medien zu erzeugen, bisher jedenfalls gescheitert.

Irgendwann wird das mal jemand begreifen.

Ein Archäologe vermutlich.

Michael Maresch

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Kommentare  

# 5 Jahre Bürgerredaktion ....Alois Sepp 2017-05-25 21:41
Der Beitrag ist mir wie aus der Seele geschrieben! Die Printmedien haben es nicht kapiert, oder wollen einfach nur nicht, weil sie Angst um ihren eigenen Stuhl haben!!

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