Hochwasser: Die Mauern des Donald Trump - QR Code Friendly

 

Jedesmal nach Überschwemmungen ist das Geschrei groß: Milliarden über Milliarden hat das Hochwasser vernichtet. Tausende, gar Millionen Menschen sind obdachlos, viele ertrunken, das Leid ist unermesslich.

Ich behaupte, all diese Tragödien sind unnötig, hätte man nur im Vorfeld Maßnahmen ergriffen sie zu verhindern.

Zwar gibt es in allen, vom Hochwasser bedrohten Regionen mehr oder weniger ausgebaute Hochwasser Regulation mit Staustufen und, selten, Überschwemmungsgebieten, aber die hören meist bei den normalen, immer wiederkehrenden Hochwasserzuständen auf, so dass die "Jahrhunderthochwasser" alle Dämme brechen und ganze Städte unter Wasser setzen.

Dabei ist Jedem klar, dass, was früher nur einmal im Jahrhundert geschah, zu Zeiten der fortschreitenden Erderwärmung, heute dreimal im Jahr geschehen kann.

Früher dachte ich, man müsste in solchen Fällen durch Kanäle Wasser um die betroffene Stadt lenken oder durch eine mechanische Erhöhung der Fließgeschwindigkeit des Flusses mehr Wasser aus der Stadt schaffen.

Aber all diese "Lösungen" waren wohl zu kurz gedacht: zu teuer, zu wenig verfügbare Energie, zu blauäugig.

Heute denke ich, die einzig praktikable Lösung der Problematik sind zusätzliche Staustufen im Fluß im Oberlauf, also vor der Stadt.

Staustufen, die nur im extremen Hochwasserfall geschlossen werden und dann ganze Landstriche überfluten, aber eben nicht die Stadt. Staustufen, die geregelte, vorbereitete Überschwemmungen in weniger besiedelten Gegenden ermöglichen.

Die Bewohner dieser temporären "Stauseegebiete" kann man vorbereiten, man kann ihre Häuser "wasserfest" machen und man kann sie, nach dem Hochwasser, für die Vernichtungen des Wassers entschädigen.

Das ist zwar das erste mal auch nicht billig, Staudämme müssen gebaut werden, Häuser oder Dörfer verlegt oder befestigt werden usw.. Aber: billiger als jetzt z.B. 190 Milliarden Dollar Schaden, allein in Houston, ist das allemal. Beim zweiten Hochwasser halbieren sich diese Kosten, beim dritten....

Vor allem aber würde mit solchen Lösungen Millionen von Menschen dieses schreckliche Leid erspart.

Also: Pegel überschritten? Staustufe vor der Stadt zu! Dann hat das Wasser in der Stadt Platz zum Abfließen und die Schäden sind beherrschbar.

Überschwemmungen, denke ich, kann man nicht verhindern. Aber, man kann sie, mit, im Vergleich geringem Aufwand, steuern und sie da ihr Unwesen treiben lassen, wo der Schaden für die Menschen am geringsten ist.

So kann ich Donald Trump nur zustimmen, wenn er glaubt zum Schutz seiner Bürger Mauern bauen zu müssen: Ja, Herr Präsident, bauen Sie Mauern! Staumauern!

Und allen "Donald Trumps" entlang der Elbe oder in Bereichen der Donau und des Rheins usw., usw. kann ich nur das gleiche empfehlen: Raumordnungsverfahren für Jahrhunderthochwasser! 

Michael Maresch

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Autor: Michael Maresch

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