Parteipolitische Pfründe der Macht - QR Code Friendly

Die Mitgliederbefragung der SPD zur GroKo zeigt es erneut überdeutlich: Die Parteien sind meinungstechnisch Dinosaurier.

Dabei könnten sie, indem sie im Internet ein Mitglieder -Meinungsportal aufbauen, jederzeit und höchst authentisch über die aktuellste Meinung ihrer Mitglieder informiert sein, könnten innerparteiliche Stimmungen und Trends verfolgen und sofort wissen wie ihre öffentliche Politik bei den Mitgliedern ankommt.

Auf diese Weise „mehr Demokratie zu wagen“ ist aber noch nicht einmal bei der FDP, die sich doch als Gral der Bürgerrechte zu verkaufen versucht, angedacht.

Überall wird so getan, als hätten Parteimitglieder keine Computer, als würden sie mit der Postkutsche und einem Bleistift auf Anfrage zu den Versammlungen anreisen, um ihr Kreuz zu malen oder mit grünen und roten Wischen zu wedeln.

Das lässt die Vermutung zu, dass eine direktere Mitgestaltung der Parteipolitik durch die Mitglieder gar nicht gewünscht ist.

Dass wohl alle Parteiführungen der Meinung sind, direkter Einfluss der Basis über das Internet, der in keiner Parteisatzung vorgesehen ist, rüttele an ihren Seilschaften und den Pfründen ihrer Macht.

 

Ein solches Demokratie Verständnis mag ja von Bismarck bis Kohl fortschrittlich gewesen sein, heute, in Zeiten der Digitalisierung, ist es schlicht unterirdisch und schadet der Demokratie, weil die Meinungs- und Machtbildung trotzdem, aber ungeregelt und ausufernd im Internet stattfindet. 

Michael Maresch

Bürgerredaktion.de

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Autor: Michael Maresch

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