Postmerkelei (SPD: ohne) - QR Code Friendly

Es sind keine inhaltlichen Streitpunkte, die die Regierungsbildung in Berlin behindern. Alle Parteien könnten sich inhaltlich schnell einigen und wollen das auch: alle sehen den Schaden wenn es zu lange dauert, alle haben das Wohl des Landes im Auge.

Ersichtlich aber ist, dass weder die FDP noch die SPD sich dieses Wohl mit Angela Merkel vorstellen kann.
Die FDP sagt das mittlerweile öffentlich: „Nicht mit Angela Merkel!“, die SPD druckst noch herum. Dabei würde der Satz „Große Koalition gerne, aber ohne Merkel!“, einen ungeheueren Popularitätsschub für die SPD nicht nur bei ihren Mitgliedern, sondern beim ganzen Wahlvolk auslösen: denn genau das hat das Wahlvolk getan. Es hat Angela Merkel abgewählt. Selbst in der Wirtschaft wird das langsam begriffen.

Wenn die SPD also weiterzickt und mit Angela Merkel über eine GroKo unter ihrer Leitung verhandelt, wenn die SPD nicht wenigstens auf die Idee kommt in einem Koalitionsvertrag einen Kanzlerwechsel zur Halbzeit zu vereinbaren, war‘s das für die SPD. Sie wird noch kleiner werden. Entweder sie kippt Angela Merkel oder sie kippt selbst.

Bezogen auf eventuelle Neuwahlen, würde das auch einen ungeheuren Druck auf die CDU/CSU ausüben: Denn würde die sich dem personellen Neuanfang bei solchen Neuwahlen verweigern und weiter nur Merkel anbieten und sonst nichts, wäre die Neuwahl eine reine „Merkel ja/nein - Wahl“ und allein die CDU/CSU hätte dann ein weiteres Ansteigen der AfD zu verantworten, wenn sie die absolute Mehrheit zusammen mit den Grünen verpasst

Michael Maresch

Bürgerredaktion.de

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