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Die letzte Idee, die Sozialdemokraten hatten, war die Konservativen zu plagiieren.

Das Ergebnis hie├č ÔÇ×F├Ârdern und FordernÔÇť, oder Agenda 2010, also ein kapitalistischer Aufschwung auf dem R├╝cken der Arbeiter, der Armen, des Prekariats und hat zur Abwahl der Sozialdemokraten gef├╝hrt.

Jetzt, neun Jahre sp├Ąter, nachdem die Konservativen die ganze Zeit den arbeitsmarkttechnischen ÔÇ×VorteilÔÇť der Agenda 2010 genie├čen konnten, indem sie sich durch plagiieren sozialdemokratischer Werte an der Macht halten konnten, ist die SPD unter 15% und Andrea Nahles zur├╝ckgetreten.

Es k├Ânnte also der Eindruck entstehen, dass das in Ordnung ist, dass eine SPD ├╝berfl├╝ssig sei, ist doch die CDU so sozialistisch wie es die SPD nie war.

Und das stimmt auch, wenn man die Politikfelder, in denen sich die SPD noch vor der Jahrtausendwende bewegt hat, betrachtet: alle sind besetzt.

Da bleibt, hat denn keiner eine neue Idee, nur die Stellschraube: mehr Rente versprechen, mehr Steuer von den Reichen, usw., usw.. Selbst der ÔÇ×K├╝nastwegÔÇť, also mehr Sozialismus, ist versperrt. Den besetzen l├Ąngst, aber unbeliebt, die Linken.

Soll es mit der SPD also weitergehen, braucht es einen neuen Ansatz.

Der ist nicht schwer zu finden. Denn betrachtet man die Geschichte der SPD in den letzten 150 Jahren, so stellt man fest, dass es die Kernaufgabe der Partei war, dem Kapitalismus, zu Gunsten der Arbeiter und Armen, Geld zu entrei├čen.

Das hat sie in bewundernswerter Weise geschafft, auch wenn sie dabei, mangels eigener Ideen, selbst zur kapitalistischen Partei so verkommen ist, dass sie jetzt niemand mehr braucht.

Ob dem Kapitalismus in dieser Zeit schon so viel Geld entrissen wurde, dass niemand mehr in prek├Ąren Verh├Ąltnissen leben muss, sei dahingestellt. Das ist Interpretationssache. Nicht interpretiert werden  kann die Tatsache, das sich der Kapitalismus in dieser Zeit trotzdem oder vielleicht gerade deswegen, in ungeahnte H├Âhen, hin zu einem Haufischkapitalismus, zu einer Zockerbude mit weltweiten Dimensionen, entwickelt hat.

Das massiv zur├╝ckzufahren und zwar zu Gunsten der Arbeiter und Armen, muss das Ziel des neuen Ansatzes sein.

Fehlt noch das Werkzeug mit dem das erreicht werden kann, die Idee.

Nachdem alle anderen Werkzeuge wie das Arbeitsrecht, das Mietrecht, das Umweltrecht usw. von anderen Parteien, mit besserem Personal,  glaubhafter vertreten sind, bleibt als einziges unerledigtes Metier zur Neuaufrichtung der SPD, die vollst├Ąndige Abdankung aller Schr├Âdergehilfen und das Erbrecht.

Das Erbrecht ist die n├Âtige Idee.

Niemand versteht, warum im Erbfall von Firmen, Aktien und freiem Kapital nur die genetischen Erben bedient werden, aber nicht die Belegschaften, nicht die Menschen, die das Erbe ja erzeugt haben.

Das ist der Hebel zur gerechten G├╝terverteilung, f├╝r den es die SPD  weiter braucht:

Ein Pflichtteil in diesen Erbf├Ąllen f├╝r die Angestellten, f├╝r das Volk. Mindestens.

Das zu fordern traut sich heute genauso niemand wie vor hundert Jahren die Abschaffung der Kinderarbeit zu fordern.

Eine echte SPD-Aufgabe also. Auf Genossen! Kampf! Die Sozialisierung des Kapitals mit dem Erbrecht! Das l├Ąsst den Kapitalismus wie er ist und ├╝berf├╝hrt ihn mittel- und langfristig in das Eigentum der Arbeiter, des Volks. Eine wahrhaft ÔÇ×sozialdemokratischeÔÇť Aufgabe.

Wenn das geschafft ist, k├Ânnte man noch ein Gesetz machen, das jedem Mieter f├╝r jedes Jahr Miete ein Prozent Eigentum an der Mietsache schafft.

Noch eine Idee. Eine gerechte.

Am Ende dieses Prozesses, erlaube ich der SPD sich in SEPD umzubenennen: Sozialdemokratische Eigent├╝mer Partei Deutschlands.

Michael Maresch

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