Auf der Suche nach der verlorenen SPD (2x gedruckt) - QR Code Friendly

Münchner Abendzeitung vom 10.12.2019 laut Pressreader.com und TAZ vom 11.12.2019 laut genios.de und einer Mitteilung der TAZ Redaktion. Mehr Info im Text.
Wäre jeder meiner Finger ein Daumen, ich würde sie alle drücken, dass die SPD sich auf das verlorene Wort "sozial" besinne.
Aber, ich fürchte, da werden auch alle Zehen, zusätzlich, nicht reichen.
Ja, selbstverständlich ist das neue Führungsduo ein Befreiungsschlag auf den Kopf Gerd Schröders.
Ja, die neuen Ziele "Bürgergeld" und "Mindestlohn" ja sogar "Kindergeld" gehen in die richtige Richtung, sind längst überfällig, wenn auch niemand weiß wie das alles finanziert werden soll.
Und genau das ist die Krux. Es labert sich leicht, wenn man nichts halten muss, nichts halten kann, nichts halten will. Man muss nicht, weil man dazu erst mal die ganzen Hartz 4 Urheber in die Wüste schicken müsste und weil das Geld dafür sowieso nicht reicht, man kann nicht, weil man mit 10%igen Wahlergebnissen dafür zu schwach auf der Brust ist und man will nicht, weil man in der Regierung bleiben will. Welch ein Schwachsinn! Ich wasch mir inhaltlich den Kopf, aber mach mich tatsächlich nicht nass?
Nein, nein. Solange nicht jede einzelne Schröder- und Hartz 4 Posaune entfernt ist und solange die auch noch in der Regierung sitzen, ist jeder Gedanke an soziale Veränderung oder Neugeburt der SPD Traumtänzerei und Wählertäuschung. Weil hinter diesem wundersamen Sozialfüllhorn nicht steht: "Jetzt sofort, wenn nicht, dann Tschüss, Frau Merkel!".
Und für eine Schröder - Merkel SPD, drücke ich noch nicht mal den kleinen Finger: Ich bin schliesslich sozialer Demokrat. Auch nach dem Parteitag noch vertrieben und heimatlos.
--
Michael Maresch

Münchner Abendzeitung laut Pressreader.com

Wäre jeder meiner Finger ein Daumen, ich würde sie alle drücken, dass die SPD sich auf das verlorene Wort "sozial" besinne.
Aber, ich fürchte, da werden auch alle Zehen, zusätzlich, nicht reichen.
Ja, selbstverständlich ist das neue Führungsduo ein Befreiungsschlag auf den Kopf Gerd Schröders.
Ja, die neuen Ziele "Bürgergeld" und "Mindestlohn" ja sogar "Kindergeld" gehen in die richtige Richtung, sind längst überfällig, wenn auch niemand weiß wie das alles finanziert werden soll.
Und genau das ist die Krux. Es labert sich leicht, wenn man nichts halten muss, nichts halten kann, nichts halten will. Man muss nicht, weil man dazu erst mal die ganzen Hartz 4 Urheber in die Wüste schicken müsste und weil das Geld dafür sowieso nicht reicht, man kann nicht, weil man mit 10%igen Wahlergebnissen dafür zu schwach auf der Brust ist und man will nicht, weil man in der Regierung bleiben will. Welch ein Schwachsinn! Ich wasch mir inhaltlich den Kopf, aber mach mich tatsächlich nicht nass?
Nein, nein. Solange nicht jede einzelne Schröder- und Hartz 4 Posaune entfernt ist und solange die auch noch in der Regierung sitzen, ist jeder Gedanke an soziale Veränderung oder Neugeburt der SPD Traumtänzerei und Wählertäuschung. Weil hinter diesem wundersamen Sozialfüllhorn nicht steht: "Jetzt sofort, wenn nicht, dann Tschüss, Frau Merkel!".
Und für eine Schröder - Merkel SPD, drücke ich noch nicht mal den kleinen Finger: Ich bin schliesslich sozialer Demokrat. Auch nach dem Parteitag noch vertrieben und heimatlos.
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Michael Maresch


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Kommentare  

# .. Suche nach der verlorenen SPDAlois Sepp 2019-12-08 09:15
Wahrlich ausgedrückt. Leider wird nach meiner Befürchtung die alte SPD noch weiter abdriften, ganz einfach aus dem einzigen Grund, "mit am Regierungsstuhl" hängen zu wollen. Hätten nach der verlorenen Bundestagswahl schon Abschied nehmen sollen von dem GroKo-Gebilde, dann wären die weiteren, schmerzhaften Verluste sicherlich ausgeblieben. Solange diese Truppe das nicht kapiert, bzw. aus Machthunger nicht kapieren will, gibts eben weitere "Schmerzen", das heißt: "Wahlniederlagen!!"
Nachsatz:
Und weil man sich die eigenen Fehler und Versäumnisse nicht wahrhaben und eingestehen will, findet man immer einen Buhmann und zeigt mit aller Macht auf "Andere"!

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