Sprachregelung in modischen Zeiten - QR Code Friendly

Sie meinen es ernst.

Wer Neger sagt oder gar schreibt und eine Überfremdung befürchtet, wer gar seine deutsche Identität sucht, ist Nazi.

Wer die vielen behaupteten Passivrauchtoten wissenschaftlich widerlegt, wird sprachlich in der Nähe der Mörder angesiedelt.

Wer sich die Zahlen anschaut und dann für sich zu dem Schluss kommt, die Sonne könnte an der Klimaerwärmung schuld sein und nicht der kleine Mensch, ist ein Klimaleugner.

Wer drei oder mehr Toiletten für verschiedene Geschlechter irrsinnig findet oder Sterne nur am Himmel liebt, ist homophob, Frauenfeind, Arsch in allen Varianten.

Und so erstaunt es nicht, dass in Zeiten des Coronavirus Menschen, selbst Ärzte, die die Grundlagen der "Pandemie" anzweifeln, mit aller Kraft der Sprache ins Abseits gestellt werden. Schauen wir uns nur das Geschehen um den sympathischen Dr. Wodarg an.

In allen diesen modischen Zeiten wird die Macht der Sprache zuerst mal so eingesetzt, dass sie nicht eingesetzt wird. Dass wichtige Informationen verschwiegen werden. Wenn das nicht mehr aufrecht zu erhalten ist, weil vor allem das Internet im Aufstand ist, werden diskriminierende Wörter Mode für die Gegner der jeweiligen Mode wie eben "Nazi" oder "Leugner" oder "-phob" usw., die schon bei der kleinsten Abweichung vom allgemeinen Modetrend  flächendeckend , manchmal gar prophylaktisch , oft, nein beinahe immer, unter jeder Gürtellinie eingesetzt werden.

Damit ist klar, dass wir uns gegen diese Entwicklungen wehren müssen.

Nur was sollen wir tun, wenn wir immer noch lieber in Kneipen rauchten oder, etwas flapsig ausgedrückt, nicht "Klopapier*innen" hamstern wollen?

Ich denke, jeder, der die Demokratie liebt und verteidigen will, muss an seiner Front immer daran denken, dass er nur einen Teil der Vernichtung von Vielfalt bearbeitet. Dass es einen internationalen Zusammenhang all dieser Moden und ihrer Strukturierung gibt, der sich im Missbrauch der Sprache mit der dazugehörenden Ausgrenzung der und des Kritischen kumuliert.

Denn Demokratie ist Vielfalt. Auch der Sprache. Auch der Kritik. Nicht Unterdrückung.

Wir sollten also wieder dazu zurückfinden, statt der Schubladisierung und dem Verteufeln von anderer Meinung wieder die Synthese aus These und Antithese zu suchen und der Gegenmeinung, wenn schon nicht den Glauben, so doch mindestens den Respekt entgegen zu bringen. Gerade in diesen Virus Zeiten.

Michael Maresch
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