Kampfgockel mit Atomwaffen (gedruckt) - QR Code Friendly
Märkische Oderzeitung vom 22.01.2022 laut genios.de

Am Höhepunkt der Kubakrise, im vierten Quartal 1962, befand ich mich zur Grundausbildung in einer Bundeswehrkaserne in Hamburg Wentorf.

Obwohl ich damals noch vollständig unpolitisch war, erinnere ich mich an die Angst vor einem atomaren Krieg. Und wie wir ihn trainiert haben.

Ich erinnere mich auch an eine Art "wieder geboren werden", als Russland die Raketen abzog, obwohl ich doch erst 17 war.

Erstaunlicherweise war ich damals sowohl Nikita Chruschtschow, als auch Präsident Kennedy dankbar, dass sie erfolgreich die Hemisphären auseinander gehalten hatten, ohne dass dabei die Welt explodiert war.

Damals hat Russland nachgegeben und den labilen Frieden erhalten.

Damals war es selbstverständlich, dass Großmächte über "Hemisphären" verfügen müssen, um etwas Zeit zu gewinnen, bevor der rote Knopf gedrückt werden muss.

Heute scheint das nicht mehr wichtig zu sein, ob der "Feind" mit seinen Raketen direkt an der Grenze sitzt?

Ich finde es ist heute genauso wichtig wie 1962.

Ich finde heute ist die Zeit es Russland zurück zu geben und ihm damit zu danken, dass es 1962 die Welt in den Angeln gelassen hat.

Weil die Ukraine vor Russland ist wie damals Kuba vor Amerika, finde ich, muss diesmal der Westen nachgeben.

Damit wir weitere 60 Jahre in Frieden zusammen leben können.

Michael Maresch
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Autor: Michael Maresch

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Kommentare  
# Kommentar Otfried SchrotMichael Maresch 2022-01-18 15:51
Guten Tag, lieber Herr Maresch,

auch ich war während der Kuba - Krise in einer Hamburger Kaserne zur Personaloffizier - Ausbildung.
Ich habe die Lage damals haargenau so empfunden wie Sie und teile mit Ihnen auch die fällige Schlussfolgerung.
Ich habe den Eindruck, dass die USA einen Krieg brauchen und wollen, um die Auftragsbücher ihrer Rüstungsindustrie füllen zu können.
Die ganze Nato - Osterweiterung war nach meiner Überzeugung eine langfristige gezielte und gewollte Vorbereitung eines Krieges gegen Russland.
Eine politische Notwendigkeit für diese "strategische Dummheit", die den Kalten Krieg zurückgebracht hat, gab es nicht.
Biden zündet in der Ukraine ein Feuer an, setzt Europa in Brand und schaut - im Trockenen sitzend - vom Weißen Haus aus zu.
Amerikanische Präsidenten waren schon immer großzügig in der Opferung von ein Paar Hundertausend GIS auf den Schlachtfeldern der Welt.
Ich befürchte, dass Annalena Baerbock während ihres Gespräches mit Lawrow Ihren und meinen Durchblick nicht hat.
Donald Trump hat sich dem Vietnam Krieg mit Hilfe eines Überbeins an seinem Fuße und der Beziehungen seines Vaters "nach oben" entzogen.
Millionen gefallener GIs hatten keinen US - Kongress - Abgeordneten in ihrer Familie.

Hoffen wir, dass trotz der Dummheit und Verantwortungslosigkeit der Mächtigen der Kelch des Krieges an uns vorübergeht!

Mit freundlichen Grüßen

Otfried Schrot

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