Akt 8: MyBankenBKA - QR Code Friendly

Schon 1998 gab es Verbrecher, die sich die Daten der EC Karte an der Zugangskontrolle abgriffen, die die Geheimzahl Eingabe filmten und damit betrügerisch, meist im Ausland, Geld abhoben. Der Fachausdruck für dieses Verbrechen ist "Skimming".

Weil der Spiegel über solch einen Vorfall bei der Noris Bank berichtet hatte, habe ich alle Hersteller von Zugangskontrollen schon 1998 angeschrieben und sie gebeten "skimming gefährdete" Zugangskontrollen vom Markt zu nehmen.

Das Ergebnis war eine Millionenklage dieser Unternehmen gegen mich auf Unterlassung der Behauptung ihre Systeme seien Skimming gefährdet.

Dazu ein technischer Exkurs:

Will ein Verbrecher Ihr Geld, braucht er dafür den Dateninhalt des gesamten Magnetstreifens. Wenn Sie bei der Türöffnung ihre Karte in der Hand behalten, wenn sie also nicht ganz im Leser verschwindet, kann mit den Daten kein Geld abgebucht werden. Das Gerät ist "Skimming sicher".

Ende 2007 griff der damalige Präsident des Bundeskriminalamtes, Herr Zierske, das Thema in einer Pressekonferenz in Berlin auf und riet dabei allen Banken und Sparkassen zum Ausbau der Zugangangskontrollen. Sie hätten dann ein Problem weniger. Seitdem sind die überwiegende Zahl der Geldautomatenfoyers einfach offen. Die negativen Wirkungen sind erheblich: Verschmutzung, Schlafgäste, Vandalismus.

Weil wir bei unserer Entwicklung das Skimmen schon bedacht hatten, fuhr ich mit so einem Gerät 2010 zum BKA nach Wiesbaden, zeigt es und überzeugte die Herren, dass Skimmen mit solch einem Gerät nicht möglich ist. Das bestätigten sie mir auch schriftlich. Auf meine Bitte, dann doch auch den Rat "Alle Zugangskontrollen auszubauen", zu relativieren allerdings, reagierten sie ablehnend: sie könnten keine Werbung für mich machen. Das wollte ich auch gar nicht. Ich wollte, dass das BKA öffentlich sagt, dass Zugangskontrollen, bei denen der Kunde seine Karte in der Hand behält, sicher vor Skimming sind.

Sie wollten nicht. Sie schickten mir nur einen hohen Polizeioffizier vorbei, weil sie befürchteten, ich sei Suizid gefährdet.

Der Markt brach in der Folge immer weiter zusammen.

Ich verkleinerte die Firma, entließ sogar meine Tochter und meine Frau und als ich keinen Ausweg mehr sah, verklagte ich das BKA auf Schadensersatz.

Und wieder geschah Unglaubliches. Der Richter in Wiesbaden riet dem BKA zum Vergleich und als das BKA rundweg abstritt eine entsprechende Empfehlung je abgegeben zu haben, bezichtigte er das BKA per schriftlichem Gerichtsbeschluss des Prozessbetrugs.

Dann gab er das Verfahren an die Kammer ab.

Beim zweiten Termin war dieser Richter weg, was er gesagt hatte verschwunden, die Stellungnahme des BKA wurde verlesen und die Klage abgewiesen. Punkt.

So bin ich heute, trotz all meiner Bemühungen auf mich selbst zurück geworfen, meiner Renten beraubt und sechs bis sieben mal ohne eigene Schuld enteignet. Ich habe dem Staat gedient und ihm viele viele Millionen Steuergelder beschert.

Ich denke, er wird es mir mit der Grundsicherung danken. Der Petitionsausschuss des deutschen Bundestages, den ich um Gnadenbrot bat, jedenfalls, hat das vorgeschlagen.

Was das aber bedeutet, brauche ich nicht ausführen. Altersarmut. Und, als letztes Wort von mir an diesen Staat und seine Gerichte: Scham.

Michael Maresch

P.S.: Spannend wird werden, wie Sie versuchen werden mein neuestes Projekt, die Bürgerredaktion.de weg zu kriegen oder mir wegzunehmen. Die Printmedien, für deren Erhalt ich diese Seite gegründet habe, boykottieren sie schon flächendeckend. Ich werde diesen Vorfall dann als MyBürgerredaktion niederschreiben.


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