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Frankfurter Rundschau vom 22.06.2016, Leserbriefseite, Titel: "Müssen die USA vor sich selbst beschützt werden?"

Der Wahlkampf in den Vereinigten Staaten von Amerika wird in seiner Endphase von zwei sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten geführt, einer zur Sachlichkeit neigenden Kandidatin und einem Kandidaten , der seine große Chance im Aufputschen von Gefühlen sieht. Die Deutsche Nation hat in ihrer Geschichte ein furchtbares Unwetter über sich ergehen lassen müssen, von dem sie fast vernichtet worden wäre. Das Unwetter wurde von einem Manne erzeugt, der es geschafft hatte, mit seinen Hasstiraden die ganze Nation fast geschlossen hinter sich zu bringen. Von dem römischen Philosophen Seneca stammt der Satz: Mehrheit ist selten Wahrheit. Nach den deutschen Erfahrungen mit Hitler könnte man hinzufügen: Mehrheit muss nicht unbedingt Sicherheit bedeuten. Der Massenmord von Orlando, der von den beiden Kandidaten sofort als Wahlkampfmunition verwendet worden ist, fügt einen neuen Aspekt hinzu: soll ein Einzelner mit einer Wahnsinnstat bestimmen, wer eine Wahl gewinnt? Muss man ein Volk nicht vielmehr, bevor es einem Hetzer und Hasser und zum Opfer fällt, vor sich selber schützen? Kommt in einem Wahlkampf nicht besonders leicht etwas abhanden, was besonders wichtig ist: die Besonnenheit? Der Leserbriefschreiber schlägt vor, dass jeder demokratische Staat – sofern das Staatsoberhaupt vom Volke gewählt wird - vor einer solchen Wahl eine Auswahlkommission einsetzt, die sich zahlengleich aus Mitgliedern der politischen Parteien und aus Parteilosen zusammensetzt, welche jeden Kandidaten für das höchste Staatsamt unter die Lupe nimmt und sowohl seine intellektuelle als auch seine charakterliche Qualifikation für eine Teilnahme an einem Wahlkampf prüft. Erst nach der Erteilung der Absolution durch diese Auswahlkommission darf der Kandidat am Wahlkampf teilnehmen. Dieser Auswahlkommission muss  auch das Recht zugestanden werden, einen Kandidaten abzulehnen. Trump hat in seinem Vorwahlkampf so viele Stimmen „zusammengebrüllt“, dass ihn die Republikaner gar nicht mehr ablehnen können.  Der Leserbriefschreiber vertritt die Überzeugung, dass durch das von ihm vorgeschlagenen Verfahren der Erhalt der Sicherheit einer Gesellschaft  bei einem Machtwechsel erhöht werden kann.

Otfried Schrot, Ronnenberg

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