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 Die Menschheit befindet sich auf einem verhängnisvollen Weg. Es war ein historischer Fehler, dass die Generation, die nach dem Zweiten Weltkrieg , mit dem Entsetzen über das gerade Erlebte noch in den Knochen, das Fundament für den Bau Europas gelegt hat, dieses Werk nicht auch vollendet hat. Nun ist eine  neue Generation an der Macht, die erst nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurde – die Trumps, Bannons, Le Pens, Orbans – und die in ihrer politischen Ahnungslosigkeit der Welt dieselben Rezepte noch einmal verordnen möchte, mit denen die Politiker des 20. Jahrhunderts 50 Millionen Tote produziert haben, vor allem eines: Hass, Hass, Hass, untermauert durch den reichlichen  Gebrauch von Faust und Ellenbogen. Vom Christentum des christlichen Abendlandes sind in ganz Europa nur noch Spurenelemente vorhanden. Ausgerechnet  die Vorzeigekatholiken Europas zeichnen sich durch das geringste christliche Erbarmen gegenüber den Flüchtlingen aus, die ja nicht alle Vergewaltiger sind, sondern durch die richtige Erziehung und Ausbildung zu nützlichen Mitgliedern der europäischen Gesellschaft gemacht werden können, wenn man ihnen eine Chance gibt. In Amerika zeigt sich die gleiche Erbarmungslosigkeit gegenüber Flüchtlingen wie in Europa. Das Flüchtlingsproblem ist ein Problem der ganzen Menschheit. Seine Hauptursache ist die Überflutung des Planeten mit Kriegswaffen, wofür wiederum die Hauptwaffenexporteure der Welt, die ständigen Mitglieder des sogenannten Weltsicherheitsrates, die USA, Russland und China, die Hauptlast der Verantwortung tragen. Erste Voraussetzung für die Lösung des Flüchtlingsproblems ist der Ersatz der „Methode Krieg“ zur Lösung von Konflikten durch eine noch zu schaffende völkerrechtlich verbindliche Methode der gewaltlosen Konfliktlösung, was die Regierungen der Welt ihren Völkern schon bei der Gründung der UNO 1945 versprochen und bis heute nicht gehalten haben. Auch die Bundeskanzlerin ist durch eine diesbezügliche Initiative bisher noch nicht aufgefallen. Mit der Duldung des viertgrößten Waffenexportes der Welt hat die Bundeskanzlerin zur Entstehung des Flüchtlingsproblems, welches sie nun wie einen Mühlstein am Halse hat, selber beigetragen. Der Leserbriefschreiber ist vom Wunsche und der Hoffnung erfüllt, dass wir am Beginn eines Zeitalters stehen, in welchem unter der Devise „globale Solidarität“ mehr Weltbürger, mehr Kosmopoliten, mehr Brückenbauer, mehr von Nächstenliebe, Toleranz und dem Willen zum Ausgleich und  der Versöhnung erfüllte Persönlichkeiten auf der Bühne der Geschichte in Erscheinung treten werden als „nationale Kalkköpfe“, damit das Schicksal der Menschheit sich endgültig zum Besseren wendet. Die Menschheit wird nicht mit Rivalität und Konfrontation überleben, sondern nur mit globaler Solidarität! Otfried Schrot

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