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Euronews: Die USA und Polen wollen gemeinsam gegen das deutsch-russische Pipeline-Projekt NordStream 2 vorgehen. Das vereinbarten die Präsidenten beider Staaten, Donald Trump und Andrzej Duda, bei einem Treffen in Washington.

Es gehe darum, Energie-Projekte zu verhindern, die die Sicherheit der USA und Polens gefährdeten. Duda erneuerte zudem seinen Wunsch einer dauerhaften US-Militärbasis in Polen – zur Abschreckung Russlands, durch das Duda sein Land zunehmend militärisch bedroht sieht.

Ich habe Präsident Trump vorgeschlagen, einen permanenten US-Militärstützpunkt in Polen einzurichten und ihn Fort Trump zu nennen. Ich glaube fest daran, dass das möglich ist", so Duda. Polen sei bereit bis zu zwei Milliarden Dollar für eine US-Truppenbasis zu zahlen.

Das stieß bei Trump auf offene Ohren: „Die Russen haben sich tatsächlich sehr aggressiv verhalten. Doch sie respektieren Macht, sie respektieren Stärke – wie jeder andere auch. Und wir, die USA, haben die größte militärische Stärke der Welt“, so der US-Präsident.

Festlegen wollte sich Trump nicht, doch er versprach, Dudas Bitte „sehr ernsthaft“ prüfen. Mit dem Beitritt Polens zur Nato im Jahr 1999 ist das Bündnis bis an die russische Grenze herangerückt. Russland betrachtet das seinerseits als Bedrohung.

Stellungnahme des Leserbriefschreibers: Das Treffen und sein Ergebnis sind eine einzige Unverschämtheit. Polen kocht sowohl innerhalb der NATO als auch innerhalb der EU sein eigenes Süppchen. Die getroffene Abmachung ist ein glatter Bruch des OSZE – Vertrages, der auf Entspannung und Vertrauensbildung zwischen Ost und West abzielt. Trump hätte besser daran getan, erst einmal Putin nach Washington einzuladen, wie er es nach seinem Treffen mit ihm in  Helsinki angedeutet hat.

Trump und Duda sind beide von ihren Ämtern überfordert. Sie können beide die Tragweite ihres Tuns nicht übersehen und haben beide keine Ahnung von den internationalen Verträgen, die sie bei ihrem „dummen Kamingeschwätz“ im Oval Office beachten müssen.

Empfehlung des Leserbriefschreibers: Schärfster Protest der EU und der europäischen NATO – Staaten gegen das Ergebnis dieses Treffens, was kein vertrauensbildender Vorgang, sondern eine vertrauensbrechende Veranstaltung gewesen ist! Otfried Schrot

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