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Putin und Erdogan beraten über die Zukunft Syriens nach dem Abzug der US – Truppen. Europa und die USA sind erfreulicherweise anderweitig beschäftigt und haben keine Zeit, dem trüben Spiel zuzuschauen.

Zitat aus „Euronews“: „Wir haben über die Folgen gesprochen, die der Rückzug der US-Truppen aus den nordöstlichen Gebieten des Landes auf die Lage in ganz Syrien haben wird. Werden diese Pläne umgesetzt, ist das ein positiver Schritt, der dazu beitragen wird, die Situation in diesem unruhigen Teil Syriens zu stabilisieren, der momentan von Kurdengruppen kontrolliert wird", sagte Putin.

"Von entscheidender Bedeutung ist es, ein Machtvakuum nach dem Abzug der amerikanischen Truppen zu verhindern. Gemeinsames Ziel unserer Länder ist es, Syrien von terroristischen Gruppen zu befreien – vom IS, von der kurdischen „Partei der Demokratischen Union“ und der Kurdenmiliz YPG", so Erdogan.

Stellungnahme des Leserbriefschreibers: das kurdische Volk kämpft seit Jahrhunderten um sein Selbstbestimmungsrecht. Putin und Erdogan „pellen sich ein Ei darauf“. Man erklärt Freiheitskämpfer einfach zu Terroristen und schlachtet sie ab. Auch Deutschland hat von 1945 – 1989 um sein Selbstbestimmungsrecht gekämpft. Mit dieser leidvollen Erfahrung ausgestattet könnte die deutsche Außenpolitik den Kurden eigentlich beispringen.

Wenn Putin und Erdogan gewissenhafte Politiker wären, dann würden sie im Beisein der Regierungschefs des Iran, des Irak und Syriens die Repräsentanten der im Iran, dem Irak, in Syrien und der Türkei lebenden Kurden zu einer Anhörungskonferenz  einladen und sie befragen, ob sie ein gemeinsames Konzept von der Zukunft der Kurden in einem eigenen Staate haben oder nicht und, gestützt auf diese Auskunft, eine verantwortungsbewusste politische Entscheidung über die Zukunft des Nahen Ostens treffen. Aber nein, die Machtgier der Mächtigen bestimmt, was geschieht. Das wiederum ist eine Garantie für die friedlose Zukunft des Nahen Ostens.

Der Leserbriefschreiber hat noch keine Kommentierung der deutschen Außenpolitik zu dieser Entwicklung vernommen. Nicht eine deutsche Politikerstimme ist zu vernehmen, die sich für das Selbstbestimmungsrecht des kurdischen Volkes einsetzt – ein kostbares Gut, dass uns Deutschen ein halbes Jahrhundert lang vorenthalten worden ist. Hauptsache, uns geht es gut! Otfried Schrot
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