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AP: Deutschland und Frankreich wollen im Juni erste Verträge für ein neues Kampfflugzeug unterzeichnen. Doch das ehrgeizige Projekt kann noch scheitern. Es wird ernst für das ehrgeizigste und teuerste Rüstungsprojekt Europas: Deutschland und Frankreich wollen Mitte Juni vier Verträge mit der Industrie für die Entwicklung des neuen europäischen Kampflugzeug-Systems (FCAS) unterzeichnen. Die neuen Luftwaffen sollen ab 2040 zum Einsatz kommen und der Branche über die Jahre Umsätze bis zu 500 Milliarden Euro bescheren. Die Europäer wollen sich damit die Möglichkeit sichern, rüstungstechnologisch auf Augenhöhe mit den USA, Russland und China zu bleiben. 

Fragen des Leserbriefschreibers an die Bundesregierung, die französische Regierung, die Regierung der Vereinigten Staaten, die Regierung Russlands und die Regierung Chinas:

1.) Woher wissen Sie eigentlich, dass im Jahre 2040 noch Kriege geführt werden? Haben Sie etwa die Absicht, durch die sorgfältige Pflege internationaler Spannungen sicherzustellen, dass es im Jahre 2040 „immer noch auf Erden knallt?“ Wäre es nicht verantwortungsbewusster, die 500 Milliarden Dollar in die Erhaltung der Bewohnbarkeit des Planeten Erde zu investieren statt in seine Zerstörung?

2.) Meine Damen und Herren Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, der USA, Russlands und Chinas, Ihre Vorgängerregierungen habe alle bei Beginn der Mitgliedschaft Ihrer Staaten in der UNO die in der Präambel der Charta der Vereinten Nationen verankerte wichtigste internationale Vereinbarung nach dem Zweiten Weltkrieg unterzeichnet, die da lautet:

„Wir, die Völker der Vereinten Nationen, sind fest entschlossen, künftige Generationen vor der Geißel des Kriegs zu bewahren!“

3.)Sie alle sind als Nachfolger der Unterzeichner in die Charta der Vereinten Nationen eingebunden. Wann wollen Sie endlich daran gehen, das von Ihren Vorgängern vor 75 Jahren gegebene Versprechen einzulösen? Oder wollen Sie der Jugend der Welt, die gerade erst ihren Lebensweg begonnen hat so wie den ungeborenen Generationen statt einer „Weltordnung des Friedens“ eine „Weltordnung des Krieges“ hinterlassen, und zwar nur deshalb, weil Sie alle miteinander den sogenannten „Parteispenden“ der Kriegsindustrie nicht widerstehen konnten und können?

Meine Dame, meine Herren, lassen Sie sich eines gesagt sein: wenn wir in der Weltpolitik nicht bald die Machtgier und die Profitgier durch die Moral ersetzen und die Träume von nationaler Größe durch globale Solidarität, dann wird die Menschheit sich selber auslöschen!

Otfried Schrot
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