Heuschreckenplage oder Regenzeit? - QR Code Friendly
Was mit dem "Arabischen Frühling" in Ägypten so verheißungsvoll begann, hat mittlerweile ein jähes und grausames Ende gefunden. Die Demonstrationen auf dem Tahrir-Platz (Platz der Befreiung) hatten zwar den korrupten und machtbesessenen "Pharao" Husni Mubarak gestürzt, aber gleichzeitig auf demokratischem Wege Mohammed Mursi von der Muslimbruderschaft an die Macht gebracht, der das Land Ägypten wirtschaftlich und islamisch fundamentalistisch vollständig ruinierte und spaltete.

Kein Friede unter den Menschen o h n e Friede zwischen den Religionen und Ideologien! So ist der Militärputsch gegen Mursi und die Muslimbrüder demokratisch gesehen nicht gerechtfertigt gewesen. Mursi hätte vom Volk abgewählt werden müssen. Wenn sich jetzt die Demonstrationen gegen die Militärdiktatur allmählich vom Tahrir-Platz auf den Ramses-Platz verlagern, ist dies auch ein eindeutiges Zeichen dafür, dass sich Ägypten langsam zwischen Bürgerkrieg und Diplomatie entscheiden muss. Pharao Ramses II. der Große, nach dem der Ramses-Platz in Kairo von Gamal Abdel Nasser benannt wurde, regierte Ägypten schließlich 34 Jahre lang und führte es zur wirtschaftlichen und kulturellen Blüte. Durch sein diplomatisches Handeln gelang es ihm, einen fast fünfzigjährigen Frieden mit seinen Nachbarvölkern, darunter auch mit den Hethitern, zu halten.

Gibt es noch Hoffnung für Ägypten? Folgt auf den "Arabischen Frühling" eine lange Dürre oder gar Heuschreckenplage oder doch eine segensreiche Regenzeit, nach der wieder alles in Vielfalt wachsen und gedeihen kann: die Hoffnungen, die Sehnsüchte und die Träume der Ägypter von einer besseren Zeit?

Roland Klose, Bad Fredeburg
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