Warten auf die GroKo - QR Code Friendly
Das Theaterstück, "Warten auf Godot", von Samuel Beckett feierte dieses Jahr den 60. Jahrestag seiner Uraufführung im Theatre Babylone in Paris. Der Titel ist längst zur internationalen Redewendung geworden und zum Inbegriff für den Zwang zu langem, sinnlosem und vergeblichem Warten.

Estragon: Komm, wir gehen!
Wladimir: Wir können nicht.
Estragon: Warum nicht?
Wladimir: Wir warten auf Godot (auf die GroKo = Große Koalition).
Estragon: Ah!

Das Warten auf Godot - ähnlich wie das nicht enden wollende Warten auf die GroKo in Deutschland - zeigt die menschliche Existenz als Grenzsituation zwischen Leben und Tod, zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Gestalten und Nicht-Gestalten, zwischen sozialer Gerechtigkeit und wachsender Ungerechtigkeit und der ewig enttäuschten Illusion des Wartens auf den irdischen Heilsbringer und einer besseren Welt. In Becketts Theaterstück warten die beiden Landstreicher Estragon und Wladimir auf die Erfüllung ihrer Träume und im wahren Leben die Dumpinglöhner, Hartz-IV-Empfänger, Mini-Rentner und die Frauen auf ein bißchen soziale Gerechtigkeit. Werden Sie von der GroKo wieder einmal enttäuscht werden? Ist die GroKo nur ein Griff ins Klo? Warten auf die GroKo!

Roland Klose, Bad Fredeburg
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