Das Gro ße Ko tzen! - QR Code Friendly
Sehr geehrte Frau Bundesarbeitsministerin Andrea "Pippi" Nahles (SPD),

der gesetzliche flächendeckende Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro/Std. soll ab dem 01.01.2015 in Deutschland eingeführt werden. Die GroKo streitet sich lediglich über eventuelle und ungerechte Ausnahmeregelungen für Rentner, Saisonarbeiter und Praktikanten etc. Und da wären wir auch schon bei den berüchtigten Hintertürchen und den sog. Löchern in der Mauer, die vom Gesetzgeber unbedingt geschlossen werden müssen.  Ich sehe nämlich die Gefahr, dass der gesetzliche Mindestlohn vonseiten der Arbeitgeber unterlaufen werden kann. Wodurch? In erster Linie durch betriebliche Vereinbarungen - der Betriebsrat mit dem Arbeitgeber - die eine kostenlose, ehrenamtliche Mehrarbeit der Arbeitnehmer in Höhe von bis zu fünf Stunden pro Woche erlauben und möglich machen. Das muss vom Gesetzgeber verhindert werden.

Sie glauben nicht an diese Unverfrorenheit der Arbeitgeber. Ich glaube das für Sie mit. Denn, in der Vergangenheit war es immer so, wenn Arbeitnehmer mehr Lohn bekamen. Ich kenne diese Problematik aus meiner eigenen Angestelltenlaufbahn. So wurden bei Akkordlohn mal eben die Akkorde neu ermittelt, so dass der Arbeiter für mehr Lohn auch noch mehr leisten musste. Und wie steht es heutzutage um die viel gelobte Errungenschaft der Gewerkschaften: die 35 Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich? Sie gibt es de facto gar nicht mehr, weil viel zu viele Arbeitnehmer mittlerweile wieder bis zu 40 Stunden pro Woche arbeiten: 35 Stunden bezahlt und bis zu fünf Stunden pro Woche ehrenamtlich und unbezahlt laut betrieblicher Sondervereinbarung des Betriebsrates mit dem Arbeitgeber.

Also, Frau Nahles, wollen Sie, dass auch der gesetzliche Mindestlohn so ausgehebelt wird? Wenn nicht, dann schließen Sie bitte die Lücke im System. Ansonsten ist der Mindestlohn nur eine Farce. Und bei der GroKo denke ich folglich an Politikverdrossenheit und es kommt mir unweigerlich das GroKo(tz), das Große Kotzen!

zur Kenntnis an: Frau Ministerin Andrea Nahles unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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