gefallener Engel ADAC (gedruckt) - QR Code Friendly
Berliner Morgenpost vom 22.01.2014, Leserbriefseite, Titel: "Macht macht arrogant"
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Was könnte der ADAC nicht alles bewirken, wenn er nur die Interessen seiner Mitglieder, der Autofahrer, vertreten würde? Schließlich brauchen wir keine Pkw-Maut, weil es nur fünf Prozent ausländische Pkw-Fahrer auf Deutschlands Straßen gibt. Das Problem ist die Bedeutungslosigkeit des ADAC und die Tatsache, dass der ADAC die Politik nicht dazu bewegen kann, die Abzocke der Autofahrer zu beenden.

Ronald Frede, alias Roland Klose, Bad Fredeburg, per E-Mail

Zweitgrößter Automobilclub der Welt mit 18,4 Millionen Mitgliedern und Sitz in München,
der ADAC,
das tut ganz schön weh:
vom Gelben Engel zum Statistik-Bengel und gefallenen Engel.

Was könnte der ADAC in der Praxis nicht alles bewirken, wenn er nur die Interessen seiner Mitglieder, der Autofahrer, vertreten würde? Schließlich brauchen wir keine PKW-Maut, weil es nur 5% ausländische PKW-Fahrer auf Deutschlands Straßen gibt und alle Bundesbürger pro Jahr 53 Milliarden Euro an autospezifischen Steuern und Abgaben zahlen. Das ist mehr als genug, weil für den Erhalt und Ausbau des Straßennetzes nur 19 Milliarden Euro pro Jahr erforderlich sind. Wo ist also das Problem? Das Problem ist die Bedeutungslosigkeit des ADAC und die Tatsache, dass der ADAC die Politik nicht dazu bewegen kann, die Abzocke der Autofahrer endlich zu beenden. Stattdessen werden Statistiken geschönt, die kaum einer wirklich braucht. Jeder vierte Arbeitsplatz hängt in Deutschland am Auto. Deshalb muss der ADAC unbedingt zur Deutschen Autofahrerbewegung umgebaut werden, damit deren Mitglieder auf demokratischem Wege die unzumutbare Verkehrs- und Abzockpolitik der Bundes- und Landesregierungen korrigieren können. Autofahrer an die Macht!

Roland Klose, Bad Fredeburg
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Kommentare

# Alois Sepp 2014-01-20 17:19
Stimmt wirklich. Ich habe bei manchen Briefen an den ADAC zwar immer Antwort bekommen, dass meine Zeilen angekommen sind. Sonst wurde immer nur vertröstet und schöngefärbt. Der ADAC hätte weiß Gott die Möglichkeit, massiven Druck auf Politik und Autohersteller auszuüben. Die Frage in mir bleibt: "Wer hat den neuen Prunkbau des ADAC in München finanziert"? Laut einer schriftlichen Anfrage beim ADAC vor etwas längerer Zeit, wurde mir mitgeteilt, dass dieser Bau n i c h t mit Mitgliedergeldern finanziert wurde. Also, wer hat diesen monströsen Bau wirklich finanziert?

Hoffentlich hebt den gefallenen Engel wieder jemand auf. Die Clubspitze muss sich jedenfalls sehr peinliche Fragen stellen lassen. Normalerweise müssten die Spitzen ebenfalls abtreten und mit einigermaßen Anstand den gefallenen Engel wieder aufstehen lassen können.

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