Schavan im Vatikan? (gedruckt) - QR Code Friendly
Berliner Morgenpost vom 08.02.2014, Leserbriefseite, Titel: "Wird hohen Maßstäben an das Amt im Kirchenstaat nicht gerecht"
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Vor sieben Monaten wurde der ehemaligen Bundesbildungsministerin und katholischen Theologin Annette Schavan (CDU) der Doktortitel aberkannt. Der Grund dafür war ihre Dissertation über "Person und Gewissen. Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeiten und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung." Genau diese verworfene Doktorarbeit scheint sie nun besonders zu befähigen, neue Botschafterin im Vatikan zu werden. In jenem Vatikan, der die Messlatte für Beschäftigte und Ämter im kirchlichen Dienst erfahrungsgemäß extrem hoch legt. So finden z. B. wiederverheiratet Geschiedene keine Anstellung im kirchlichen Dienst und Beschäftigte in kirchlichen Institutionen verlieren im Scheidungsfall sofort ihren Job. Warum also in alles in der Welt soll und darf dann Annette Schavan Botschafterin im Vatikan werden? Geht es hier nicht um Person und Gewissen? Oder gilt für Schavan wie für Simon Petrus: "Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen (Mk. 14,30)?"

Roland Klose, Bad Fredeburg
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