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Kein Frieden in der Stadt des Friedens, Jerusalem, und kein Frieden in Israel, Palästina und im Gazastreifen. Deshalb trafen sich an Pfingsten - dem Gründungstag der Kirche, als Jesus Christus seinen Jüngern den versprochenen Heiligen Geist sendete - sozusagen die bedeutenden Vertreter der drei abrahamitischen Weltreligionen, Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, Israels Präsident Schimon Peres und Papst Franziskus, zum Friedensgebet im Vatikan.

"Da hilft nun kein Beten mehr", heißt es in William Shakespeares Drama König Heinrich IV. Und doch ist der Glaube an Frieden im Heiligen Land nicht totzukriegen, ansonsten hätten sich der Muslim Abbas, der Jude Peres und der Christ Franziskus wohl kaum zum gemeinsamen Gebet getroffen. Ein vertrauendes Gebet zum einen und einzigartigen Herrscher des Himmels und der Erde, den sie Allah, Jahwe und Gott Vater nennen, oder doch nur das Gebet von verzweifelnden Menschen, die an Gott und seinem Frieden zweifeln?

Der Dramatiker und Lyriker Christian Friedrich Hebbel drückt es so aus: "Mein Gebet ist ein Untertauchen in Gott; es ist nur eine andere Art von Selbstmord. Ich springe in den Ewigen hinein wie ein Verzweifelter in ein tiefes Wasser." Geben wir dem Gebet und nicht den Selbstmordattentätern im Heiligen Land eine Chance! Denn, wer Frieden will, dem wird er geschenkt!

PS: Wenn das mit dem Frieden im Heiligen Land klappt, dann sollte es unbedingt einen weiteren Termin für ein Friedensgebet im Vatikan geben - nämlich mit Wladimir Putin, Petro Poroschenko, Barack Obama, Angela Merkel und Papst Franziskus.

Roland Klose, Bad Fredeburg

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