Krankenkassen verstaatlichen (gedruckt) - QR Code Friendly

Wiener Zeitung vom 13.09.2012, Leserbriefseite???, Titel: Deutsche Krankenkassen horten 21,8 Milliarden Euro (siehe: www.wienerzeitung.at, <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>)

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Die Aufgabe der gesetzlichen Krankenkassen ist es, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu verbessern (§ 1 SGB V). Stattdessen kommt es bei den viel zu vielen Krankenkassen in Deutschland immer wieder zu Leistungseinschränkungen und/oder Leistungsverweigerungen - z. B. bei Rehabilitation, Massagen, Moorbädern etc. und durch Praxisgebühr und Zuzahlungen - die sich natürlich negativ auf die Gesundheit der Versicherten auswirken. Die auf diesem Wege zu Unrecht erwirtschafteten Überschüsse in Höhe von sage und schreibe 21,8 Milliarden Euro liegen jetzt völlig wirkungslos und unproduktiv für unsere Volkswirtschaft auf Halde. Das erinnert mich stark an das Geschäftsgebaren eines Dagobert Duck, laut Forbes-Liste die reichste Ente der Welt, der seine Milliarden bekanntlich in einem Geldspeicher hortet. Deshalb wäre es in meinen Augen angebracht, alle Krankenkassen und damit das Vermögen der Versicherten zu verstaatlichen und in e i n e Staatskrankenkasse umzuwandeln, gerade weil sie ihren originären Aufgaben nicht mehr nachkommen. Die Möglichkeit der Verstaatlichung ergibt sich übrigens aus Artikel 15 unseres Grundgesetzes.

Roland Klose


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Kommentare

# Alois Sepp 2012-09-06 07:15
Das wäre sinnvoll, wirklich nur eine einzige Kasse zu haben. Mit der "Verstaatlichung" habe ich große Zweifel, denn da würden unsere Nimmersatt-Politiker wieder eine weitere Möglichkeit haben, diese Gelder nach Belieben abzuräumen. Ähnlich wie bei den Rentenkassen. Es ginge auch den Rentenkassen gut, wenn die Politiker sie nicht immer für "artfremde" Leistungen missbraucht hätten.

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