Comeback der Mauer (2x gedruckt) - QR Code Friendly
AZ vom 16.09.2014, Seite 31, Titel "Misstrauisch"
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Bürgermeister-Boxer Vitali Klitschko rechtfertigt die Mauerbaupläne der Ukraine ausgerechnet in Berlin, wo am 09.11.1989 die Berliner Mauer fiel und Opfer der Mauerspechte wurde. Das müssen wir uns einmal plastisch vorstellen, mitten im wiedergeborenen Kalten Krieg in Europa will die Ukraine allen Ernstes an der über 2000 Kilometer langen Grenze zu Russland eine Mauer bauen, um so die prorussischen Separatisten im Osten des Landes vom Nachschub aus Russland abzuschneiden. Und dies wahrscheinlich mit Fördergeldern der EU aus dem Investitionstopf.

Maurerpoliere und Maurer aller Länder vereinigt euch und tretet in den kollektiven Mauerstreik! Denn, eine Mauer hat noch nie zur Lösung von Konflikten beigetragen: weder in Deutschland noch in Israel und in der Ukraine. Deshalb werde ich skeptisch und misstrauisch, wenn Länder sich einmauern wollen und diese Mauer dann auch noch wie damals in der DDR als "antifaschistischen Schutzwall" bezeichnen. Äußerst bedenklich - das Comeback der Mauer. Aber wie in der Mode so scheint sich auch in der Geschichte alles immer zu wiederholen: Mini, Midi, Maxi - Mauerfall und Mauerbau.

Roland Klose

Hamburger Morgenpost vom 15.09.2014, laut genios.de, Weiteres nicht bekannt

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Bürgermeister-Boxer Vitali Klitschko rechtfertigt die Mauerbaupläne der Ukraine ausgerechnet in Berlin, wo am 09.11.1989 die Berliner Mauer fiel und Opfer der Mauerspechte wurde. Das müssen wir uns einmal plastisch vorstellen, mitten im wiedergeborenen Kalten Krieg in Europa will die Ukraine allen Ernstes an der über 2000 Kilometer langen Grenze zu Russland eine Mauer bauen, um so die prorussischen Separatisten im Osten des Landes vom Nachschub aus Russland abzuschneiden. Und dies wahrscheinlich mit Fördergeldern der EU aus dem Investitionstopf.

Maurerpoliere und Maurer aller Länder vereinigt euch und tretet in den kollektiven Mauerstreik! Denn, eine Mauer hat noch nie zur Lösung von Konflikten beigetragen: weder in Deutschland noch in Israel und in der Ukraine. Deshalb werde ich skeptisch und misstrauisch, wenn Länder sich einmauern wollen und diese Mauer dann auch noch wie damals in der DDR als "antifaschistischen Schutzwall" bezeichnen. Äußerst bedenklich - das Comeback der Mauer. Aber wie in der Mode so scheint sich auch in der Geschichte alles immer zu wiederholen: Mini, Midi, Maxi - Mauerfall und Mauerbau.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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