Schildbürgerstreich von zwei
Die Entwicklung und der vorzeitige Abbruch des Aufklärungsdrohnen-Projekts Euro Hawk hat der Bundeswehr und den deutschen Steuerzahler bisher mindestens 600 Millionen Euro gekostet. Doch Schadenersatz wegen massiver Probleme bei der Zulassung für den deutschen Luftraum wird es vom US-Hersteller Northrop Grumman nicht geben, weil der damalige Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) bis zum 31.12.2013 keine entsprechenden Ansprüche geltend gemacht hat und somit die Verjährung eingetreten ist. Schadenersatz aus Kulanzgründen hat Northrop Grumman ebenfalls ausgeschlossen.

Es ist schon ein Hohn, dass dies ausgerechnet dem Doktor der Rechte, Thomas de Maiziere, passiert ist. In der freien Wirtschaft wäre er für dieses dilettantische Geschäftsgebaren fristlos entlassen worden. In der Politik ist er deswegen nur zum Bundesinnenminister degradiert worden. Nicht genug der Steuerverschwendung. Gleichzeitig erwägt die de Maiziere nachfolgende aktuelle Bundesverteidigungsministerin, Ursula von der Leyen (CDU), den US-Hersteller Northrop Grumman auch noch für die technischen Probleme und die Nicht-Lieferfähigkeit des Euro Hawks nachträglich zu belohnen. Sie will die Drohne «Triton» von Northrop Grumman als Ersatz für den «Euro Hawk» anschaffen. Ein Schildbürgerstreich par excellence von zwei "schwarzen Nullen", über den sich nur die US-Amerikaner totlachen können.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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Kommentare

# Alois Sepp 2014-11-17 16:22
Leider sitzen im gesamten Bundestag noch mehr schwarze Nullen. Bösewichte mögen sagen, dass es nicht nur "schwarze" Nullen gibt, sondern auch "andersfarbige"!

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